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Luftfracht oder Seefracht? Kosten und Laufzeit im Vergleich

Seefracht rechnet pro Frachttonne, Luftfracht mit mind. 167 kg je m³: Was das kostet, wie viele Wochen Laufzeit dazwischen liegen und welche Ware wohin gehört.

Aktualisiert: 2026-09-26

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„Seefracht ist günstig und langsam, Luftfracht ist schnell und teuer.“ Beide Hälften dieser Faustregel stimmen – nur hilft keine davon bei der Frage, wie viel günstiger und wie viel langsamer. Wer Luftfracht oder Seefracht wählen muss, braucht zwei Zahlen: die Kosten pro Sendung und die Laufzeit in Wochen. Die Kosten lassen sich erst vergleichen, wenn klar ist, wonach jede Transportart abrechnet.

Wonach See-, Luft- und Expressfracht abrechnen

Der entscheidende Unterschied liegt in der Abrechnungseinheit: In der Seefracht zahlt man pro Frachttonne (W/M), während in der Luftfracht pro Kilogramm frachtpflichtiges Gewicht abgerechnet wird. Für dieselbe Sendung entstehen so drei verschiedene Werte.

  • Seefracht (LCL): Abgerechnet wird nach Frachttonne (W/M). Das ist der höhere Wert aus Volumen in Kubikmetern und Gewicht in Tonnen. Ein Kubikmeter gilt damit als 1.000 kg Gegenwert.
  • Luftfracht: Maßgeblich ist das frachtpflichtige Gewicht (Chargeable Weight), der höhere Wert aus Bruttogewicht und Volumengewicht. Das Volumengewicht ergibt sich nach der allgemeinen Regel der IATA aus Länge × Breite × Höhe in Zentimetern, geteilt durch 6.000. Ein Kubikmeter leichter Ware zählt so als mindestens 166,67 kg, gerundet 167 kg.
  • Express: Hier wird durch 5.000 geteilt. Der kleinere Divisor ergibt ein höheres Volumengewicht: Ein Kubikmeter zählt als 200 kg.

Daraus folgt ein festes Verhältnis. Auf See kostet ein Kubikmeter leichter Ware eine Frachttonne, also 1.000 kg Gegenwert, in der Luft mindestens 166,67 kg. Das Umrechnungsverhältnis beträgt 1.000 / 166,67 = 6 und ändert sich nicht, egal wie sich die Märkte bewegen.

Anders die Frachtraten. Dieser Leitfaden rechnet mit Beispielannahmen von 60–150 USD pro m³ all-in für LCL und 3–8 USD pro kg für Luftfracht. Das sind keine Marktpreise, beide Werte schwanken mit Saison und verfügbarer Kapazität. Setzt man die Seefracht mit 100 USD pro m³ an, kostet ein Kubikmeter leichter Ware per Luft 167 kg × 3–8 USD, also rund 500–1.300 USD. Das ist das 5- bis 13-Fache. Nimmt man die volle Spanne der Seefrachtrate, wird auch die Spanne des Faktors breiter.

Wie stark Raten schwanken, zeigen öffentliche Frachtratenindizes wie der Freightos Baltic Index (FBX). Er erscheint täglich (berechnet um 06:00 UTC, veröffentlicht um 14:00 UTC) und als Wochenindex jeden Freitag, gemittelt über fünf Werktage, für 12 Relationen. Verlässlicher als jeder Faktor aus Tagesraten bleibt das Verhältnis der Abrechnungseinheiten.

Für die eigene Sendung gibt der Rechner für das frachtpflichtige Gewicht die Werte je Transportart aus: Sie geben Maße, Stückzahl und Gewicht pro Stück ein und wählen See, Luft oder Express. Der Rechner zeigt dann Bruttogewicht, Volumengewicht und frachtpflichtiges Gewicht. Frachtraten, Zuschläge und Laufzeiten berücksichtigt er nicht. Warum Bruttogewicht und frachtpflichtiges Gewicht oft auseinanderliegen, erklärt der Leitfaden Frachtpflichtiges Gewicht.

Beispiel: 100 Kartons per See, Luft und Express

Nehmen wir eine typische Sendung leichter Konsumgüter an: 100 Kartons mit je 60 × 40 × 40 cm und 8 kg.

  • Volumen: 60 × 40 × 40 cm × 100 = 9.600.000 cm³ = 9,6 m³
  • Bruttogewicht: 100 × 8 kg = 800 kg
  • Dichte: 800 kg / 9,6 m³ = ca. 83,3 kg/m³ – etwa die Hälfte der Dichte, ab der in der Luftfracht das Bruttogewicht zählt

Je Transportart ergibt sich daraus:

Mit den Beispielraten kostet die Seefracht 9,6 × 60–150 USD, also rund 580–1.440 USD. Per Luft sind es 1.600 × 3–8 USD, also 4.800–12.800 USD. Rechnet man jeweils mit dem Mittelwert (105 USD pro m³ und 5,5 USD pro kg), stehen 1.008 USD gegen 8.800 USD. Die Luftfracht ist damit rund 8,7-mal so teuer, grob also das Neunfache.

Wie groß der Abstand ausfällt, hängt stark von der Dichte der Ware ab. In der Luftfracht zählt ab rund 167 kg/m³ das Bruttogewicht, der Aufschlag für Volumen entfällt dann. Im Express liegt diese Schwelle bei 200 kg/m³. In der LCL-Seefracht wird dagegen bis 1.000 kg/m³ nach Volumen abgerechnet. Je dichter die Ware, desto näher rücken die Transportarten beim abgerechneten Gewicht zusammen.

Bei sehr kleinen Sendungen kann sich das Bild umkehren. LCL wird in der Regel mit mindestens 1 cbm (1 Frachttonne) abgerechnet, je nach Konditionen auch abweichend – regional werden auch 3 cbm verlangt. Dazu kommen Kosten für die Abfertigung in der CFS (Container Freight Station, dem Umschlaglager für Sammelcontainer) am Abgangs- und Zielort, die pro Sendung oder pro Frachttonne anfallen. Im Door-to-Door-Vergleich kann Express oder Luftfracht dann günstiger sein. Wo diese Grenze liegt, hängt von Fixkosten und Raten ab; eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht.

Kosten nach Sendungsgröße – ab wann Seefracht günstiger ist (Beispielraten)Sendungsgröße (leichte Ware, m³)Gesamtkosten (Beispiel)012Luft/Express: 167 bzw. 200 kg je m³LCL: hohe Mindestfracht, flacher AnstiegSchnittpunkt – darunter oft Express günstigerdanach wächst der Vorteil der Seefracht
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Laufzeit: Wie viele Wochen liegen zwischen See und Luft?

Mit dem Aufpreis für Luftfracht kauft man Zeit. Die folgenden Laufzeiten gelten Door-to-Door und sind ungefähre Erfahrungswerte für den Fall ohne Verzögerungen – keine Fahrplanangaben einzelner Reedereien oder Airlines.

RelationSeefracht (Door-to-Door)Luftfracht (Door-to-Door)Express
Ostasien → US-Westküste18–25 Tage3–6 Tage2–4 Tage
Ostasien → US-Ostküste28–38 Tage4–7 Tage2–4 Tage
Ostasien → Nordeuropa32–42 Tage3–6 Tage2–4 Tage
Innerhalb Asiens5–12 Tage1–3 Tage1–2 Tage

Auf interkontinentalen Relationen ist die Seefracht damit rund 2–5 Wochen länger unterwegs: zur US-Westküste etwa 2–3 Wochen, zur US-Ostküste etwa 3–5 und nach Nordeuropa etwa 4–5 Wochen. Innerhalb der Luftfracht staffeln Anbieter zusätzlich nach Servicestufe, etwa 1–3 Werktage für Express, 3–5 für Standard und 5–7 Werktage oder mehr für Economy- und Sammelladungsdienste.

Die Tabelle zeigt den Idealfall. Auf See verlängern vor allem drei Faktoren die Laufzeit, jeder davon kann eine Woche und mehr kosten:

  • Hafenüberlastung (Port Congestion): Schiffe warten auf einen Liegeplatz.
  • Blank Sailing (ausgefallene Abfahrt): Die Reederei streicht eine geplante Abfahrt, die Ware wartet auf das nächste Schiff.
  • Zollbeschau: Die Sendung wird zur Kontrolle angehalten.

Auch in der Luftfracht kann die Zollabfertigung einige Tage kosten. LCL-Sendungen brauchen außerdem länger als ein Vollcontainer (FCL): Die Ware wird im Abgangs-CFS mit anderen Sendungen gesammelt und am Ziel erst wieder entladen. Wie viele Tage das ausmacht, hängt vom Spediteur und der Relation ab – mehr dazu im Leitfaden FCL vs. LCL.

Auf den Hauptrelationen fahren die Dienste in der Regel einmal pro Woche. Wer den Cut-off verpasst, verliert damit rund 7 Tage. Dienste mit Umladung im Transshipment-Hafen laufen zudem mehr Häfen an als ein Direktdienst. Zwischen Schiff und Flugzeug wird häufig noch die Bahn als dritte Option genannt, schneller als die See und günstiger als die Luft; dieser Leitfaden vergleicht nur See, Luft und Express.

Faustregel: Ware mit festem Ankunftstermin plant man mit dem oberen Ende der Seefracht-Spanne plus etwa einer Woche. Diesen Puffer muss man beim Bestelldatum einrechnen, nicht erst beim Versand.

Was nicht in der Frachtrate steht

Die Frachtrate im Angebot ist selten die ganze Rechnung. Welche Posten dazukommen, unterscheidet sich je nach Transportart.

Seefracht (LCL): Neben der eigentlichen Seefracht stellt der Spediteur Kosten am Abgangsort, CFS-Handling, Dokumente und Kosten am Zielort in Rechnung – pro Sendung oder pro Frachttonne. Vergleichen lassen sich Angebote nur, wenn Sie ein All-in-Angebot anfragen, Door-to-Door oder bis zum Zielhafen.

Luftfracht: Ein Angebot setzt sich meist aus mehreren Kostenblöcken zusammen: Luftfrachtrate, Fuel & Security, Handling & AWB (Luftfrachtbrief), Vor- und Nachlauf sowie Zollabwicklung. Treibstoffzuschlag und Security-Zuschlag (Security Surcharge) werden getrennt von der Rate ausgewiesen, jeweils pro kg, und von jeder Airline periodisch neu festgelegt. Korean Air etwa passt sie für Abflüge aus Korea monatlich an, gültig jeweils vom 16. eines Monats bis zum 15. des Folgemonats. Nicht zu verwechseln ist dieser Security-Zuschlag mit dem ISPS-Zuschlag (Hafensicherheitszuschlag) der Seefracht – mehr dazu in der Übersicht der Frachtzuschläge.

Außerdem kann der Carrier die Sendung nachwiegen und nachmessen. Weichen die Werte von den Angaben ab, wird das frachtpflichtige Gewicht angepasst – und die Rechnung mit ihm.

Express: Für Zustellungen in entlegene Regionen kann eine Remote Area Surcharge (Zuschlag für abgelegene Gebiete) anfallen, für Zustellungen an Privatadressen ebenfalls ein Aufschlag. Je kleiner die Sendung, desto stärker fallen diese Posten ins Gewicht.

Zeit kostet auch Geld

Wer nur die Transportkosten vergleicht, landet fast immer bei der Seefracht. Die 2–5 Wochen längere Laufzeit haben aber ihren eigenen Preis:

  • Kapitalbindungskosten: Ware auf dem Schiff ist bezahlt, aber noch nicht verkauft. Bei angenommenen 20 % Kapitalkosten pro Jahr kosten 30 zusätzliche Tage 20 % × 30 / 365 = ca. 1,6 % des Warenwerts.
  • Veralterung und Saison: Modeartikel, Saisonware oder Produkte mit kurzem Lebenszyklus verlieren an Wert, wenn sie zu spät eintreffen.
  • Fehlbestand (Out-of-Stock): Ein leeres Lager kostet Umsatz, auf Marktplätzen auch Ranking, bei Lieferverträgen womöglich Vertragsstrafen.
  • Unsichere Nachfrage: Bei Seefracht muss die Absatzprognose 2–5 Wochen früher feststehen – so viel länger ist die Ware unterwegs.

Wie sehr sich Luftfracht auf hochwertige Ware konzentriert, zeigen die Zahlen der IATA: Per Luftfracht werden jährlich über 62 Mio. Tonnen im Wert von rund 8,3 Billionen USD befördert – mehr als 33 % des Welthandels nach Wert, aber weniger als 1 % nach Menge. Im Schnitt ergibt das einen Warenwert pro kg (Wertdichte) von etwa 134 USD.

In der Praxis entscheidet man deshalb selten nur für eine Transportart. Die sicher planbare Grundmenge geht per Schiff, den unsicheren Teil der Nachfrage oder die Spitze zum Produktstart schiebt man per Luftfracht nach.

Praxisbeispiel: Saisonware auf See und Luft aufteilen

Ein Händler importiert 20 cbm Saisonware aus Ostasien nach Hamburg, die ab Anfang November im Regal stehen soll. Er bucht sie Anfang September als LCL-Sendung. Mit 20 cbm liegt er allerdings in dem Bereich, ab dem sich ein Vollcontainer oft rechnet – als grober Erfahrungswert werden 13–15 cbm genannt, je nach Rate und Relation. Er holt deshalb zusätzlich ein FCL-Angebot ein (FCL vs. LCL).

Die Ware kommt Mitte Oktober an, mit rund zwei Wochen Puffer bis zum Verkaufsstart. Statt alles aufs Schiff zu setzen, teilt er die Menge auf: 18 cbm gehen per Seefracht, 2 cbm (10 % der Gesamtmenge) hält er als Luftfracht-Option zurück, falls der Abverkauf früher anzieht. Bei leichter Ware bedeuten diese 2 cbm mindestens rund 333 kg frachtpflichtiges Gewicht (2 × 166,67 kg).

Faustregeln: Welche Transportart für welche Sendung?

Die folgenden Schwellen sind Erfahrungswerte, keine festen Grenzen. Für einen ersten Vergleich reichen sie:

  • Warenwert unter etwa 5 USD pro kg: Seefracht.
  • Warenwert über etwa 100 USD pro kg oder Verkaufsfenster unter 6 Wochen: Luftfracht als Standard.
  • Frachtpflichtiges Gewicht unter etwa 150 kg: auch ein Express-Angebot einholen.
  • Dichte weit unter 167 kg/m³: Hier ist der Nachteil der Luftfracht am größten, weil fast nur das Volumen bezahlt wird (Volumengewicht erklärt).
  • Alles dazwischen: All-in-Angebote für beide Transportarten einholen und auf der Seefracht-Seite die Kapitalbindungskosten im Transit addieren.

Was kostet Luftfracht pro kg?

Einen festen Kilopreis gibt es nicht: Die Frachtrate hängt von Relation, Gewichtsstufe, Saison und verfügbarer Kapazität ab. Dieser Leitfaden rechnet mit einer Beispielannahme von 3–8 USD pro kg, das ist kein Marktpreis. Abgerechnet wird das frachtpflichtige Gewicht, also der höhere Wert aus Bruttogewicht und Volumengewicht (cm³ / 6.000). Bei leichter Ware zählt ein Kubikmeter damit mindestens als rund 167 kg. Treibstoff- und Security-Zuschläge kommen als eigene Posten pro kg hinzu und werden je nach Airline und Zeitraum neu festgelegt.

Wie viel günstiger ist Seefracht als Luftfracht?

Das hängt vor allem davon ab, wie ein Kubikmeter leichter Ware abgerechnet wird. In der Seefracht (LCL) ist er eine Frachttonne, in der Luftfracht mindestens rund 167 kg frachtpflichtiges Gewicht. Nimmt man für die Seefracht 100 USD pro m³ an und für die Luftfracht 3–8 USD pro kg, stehen etwa 100 USD gegen 500–1.300 USD – ein Faktor von rund 5 bis 13. Die Raten schwanken mit Relation und Saison. Fest bleibt nur das Umrechnungsverhältnis: 1.000 kg Gegenwert auf See gegenüber rund 167 kg in der Luft, also das Sechsfache.

Wie lange dauert Seefracht im Vergleich zur Luftfracht?

Auf interkontinentalen Relationen ist Seefracht Door-to-Door grob 2–5 Wochen länger unterwegs als Luftfracht. Als ungefähre Richtwerte ohne Verzögerungen gelten etwa 18–25 Tage per Schiff gegenüber 3–6 Tagen per Flugzeug von Ostasien zur US-Westküste und 32–42 gegenüber 3–6 Tagen von Ostasien nach Nordeuropa. Das sind Erfahrungswerte, keine Fahrplanangaben der Reedereien. Hafenüberlastung, ausgefallene Abfahrten oder eine Zollbeschau können auf See jeweils eine Woche und mehr hinzufügen.

Was ist eine Frachttonne (W/M)?

Die Frachttonne ist die Abrechnungseinheit im LCL-Seeverkehr. Nach dem W/M-Prinzip (Weight or Measure) zählt der höhere Wert aus Volumen in Kubikmetern und Gewicht in Tonnen: 1 m³ oder 1.000 kg ergeben jeweils eine Frachttonne. Leichte Ware wird damit nach Volumen berechnet, schwere Ware nach Gewicht. Eine Sendung mit 9,6 m³ und 800 kg ergibt zum Beispiel 9,6 Frachttonnen.

Ab wann lohnt sich Seefracht statt Luftfracht?

Je größer und leichter die Sendung, desto deutlicher liegt die Seefracht vorn, weil ein Kubikmeter auf See nur eine Frachttonne kostet, in der Luft aber mindestens rund 167 kg. Bei sehr kleinen Sendungen kann es umgekehrt sein: LCL wird in der Regel mit mindestens 1 cbm abgerechnet, je nach Konditionen auch abweichend, dazu kommen Kosten für die CFS-Abfertigung am Abgangs- und Zielort. Im Door-to-Door-Vergleich kann dann Express oder Luftfracht günstiger sein. Eine feste Grenze gibt es nicht, sie hängt von Fixkosten und Raten ab. Holen Sie im Zweifel für beide Transportarten ein All-in-Angebot ein.

Wann lohnt sich Luftfracht trotz höherer Kosten?

Luftfracht rechnet sich vor allem bei hohem Warenwert pro kg und kurzem Verkaufsfenster. Als grobe Erfahrungswerte gelten: Ein Warenwert über etwa 100 USD pro kg oder ein Verkaufsfenster unter 6 Wochen spricht für Luftfracht, ein Warenwert unter etwa 5 USD pro kg für Seefracht. Dazu kommen die Kosten der längeren Laufzeit: Bei angenommenen 20 % Kapitalkosten pro Jahr kosten 30 zusätzliche Tage auf See rund 1,6 % des Warenwerts. Wer Fehlbestände, Saisonware oder Vertragsstrafen riskiert, sollte diese Kosten mitrechnen.

Welche Zuschläge kommen bei Luftfracht dazu?

Neben der eigentlichen Luftfrachtrate stehen auf dem Angebot meist ein Treibstoffzuschlag und ein Security-Zuschlag, beide pro kg und von der Airline periodisch angepasst. Hinzu kommen Handling und Luftfrachtbrief (AWB), Vor- und Nachlauf sowie die Zollabwicklung. Weichen Gewicht oder Maße beim Nachwiegen durch den Carrier von den Angaben ab, kann sich das frachtpflichtige Gewicht und damit die Rechnung ändern.

Kann man Seefracht und Luftfracht kombinieren?

Ja. Üblich ist, die sicher geplante Grundmenge per Seefracht zu versenden und nur den unsicheren Teil der Nachfrage oder Spitzen etwa zum Produktstart per Luftfracht nachzuschieben. So trägt nur ein kleiner Teil der Ware den höheren Kilopreis, während der Großteil günstig auf dem Schiff reist. Ein Beispiel: Von 20 cbm Saisonware gehen 18 cbm per LCL, 2 cbm bleiben als Luftfracht-Option, falls der Abverkauf früher anzieht.

Quellen

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