Was bestimmt, wie viele Kartons auf eine Palette passen?
Wie viele Kartons auf eine Palette passen, ergibt sich aus zwei Zahlen: Kartons pro Lage × Anzahl Lagen (im Englischen Ti-Hi). Der Palettenrechner ermittelt beide aus den Karton- und Palettenmaßen sowie den Grenzen für Höhe und Gewicht. Daraus folgt, wie viele Paletten die gesamte Menge braucht.
Für eine Lage prüft der Rechner zwei Ausrichtungen: den Karton längs zur Palette und um 90° gedreht. Je Ausrichtung zählt nur, wie viele Kartons vollständig in Länge und Breite passen. Zusätzlich sieht er nach, ob im Rest der Palettenbreite noch ein Streifen gedrehter Kartons Platz findet. Übernommen wird die Variante mit den meisten Kartons. Gekippt wird kein Karton: Er steht immer auf seiner Grundfläche, die eingegebene Kartonhöhe ist also die Lagenhöhe.
Wie viele Lagen möglich sind, begrenzen Höhe und Gewicht. Von der maximalen Ladehöhe wird zuerst die Palettenhöhe – die Höhe der leeren Palette – abgezogen, der Rest durch die Kartonhöhe geteilt. Beim Gewicht zählt, wie viele volle Lagen das maximale Ladungsgewicht zulässt. Es gilt der kleinere der beiden Werte.
Die Palettenzahl brauchen Sie, um Palettenstellplätze anzufragen und zu prüfen, ob die Ware auf einen Lkw oder in einen Container passt. Wie daraus ein Frachtpreis wird, hängt vom Tarif ab. Im US-amerikanischen LTL-Verkehr etwa richtet er sich nach Frachtklasse (Freight Class) und Gewicht, nicht nach der Zahl der Paletten; einen Preis pro Palette bieten dort nur eigene Tarifprogramme einzelner Carrier an. Einen Divisor für das Volumengewicht verwendet der Rechner nicht – er rechnet nur mit Grundfläche, Höhe und Gewicht.
So berechnen Sie die Kartons pro Palette
Gerechnet wird in drei Schritten: erst die Grundfläche, dann die Höhe, zuletzt das Gewicht.
Kartons pro Lage = abgerundet (Palettenlänge ÷ Kartonlänge) × abgerundet (Palettenbreite ÷ Kartonbreite). Dieselbe Rechnung läuft mit dem um 90° gedrehten Karton. Außerdem prüft der Rechner, ob im Rest der Palettenbreite gedrehte Kartons als zusätzlicher Streifen passen. Der höchste Wert gilt.
Lagen nach Höhe = abgerundet ((max. Ladehöhe − Palettenhöhe) ÷ Kartonhöhe). Die Ladehöhe zählt ab Boden, die Palette gehört also dazu. Lagen nach Gewicht = abgerundet (max. Ladungsgewicht ÷ Gewicht einer Lage). Die tatsächliche Lagenzahl ist der kleinere der beiden Werte. Ist kein Kartongewicht eingetragen, entfällt die Gewichtsgrenze.
Kartons pro Palette = Kartons pro Lage × Lagen.
Benötigte Paletten = Gesamtzahl der Kartons ÷ Kartons pro Palette, immer aufgerundet. Auch eine nur teilweise beladene letzte Palette ist eine Palette.
- Palette und Palettenhöhe festlegen: Europalette 120 × 80 cm mit 14,4 cm Höhe (EPAL: 144 mm) oder GMA-Palette 48 × 40 Zoll (121,9 × 101,6 cm) mit etwa 14,5 cm. Der GMA-Wert ist eine Voreinstellung des Rechners und kein belegter Normwert – im Zweifel nachmessen.
- Kartons pro Lage ermitteln: beide Ausrichtungen und den gedrehten Reststreifen durchrechnen, den höchsten Wert übernehmen.
- Lagen nach Höhe berechnen: Palettenhöhe von der maximalen Ladehöhe abziehen, durch die Kartonhöhe teilen, abrunden.
- Gewicht prüfen: Kartons pro Lage × Lagen ergibt die Kartons pro Palette. Liegt deren Gewicht über dem maximalen Ladungsgewicht, entsprechend weniger Lagen ansetzen.
- Palettenzahl aufrunden: Gesamtmenge durch die Kartons pro Palette teilen und auf die nächste ganze Palette aufrunden.
Beispiel: Karton 40 × 30 × 25 cm auf der GMA-Palette
Angenommen, 500 Kartons mit 40 × 30 × 25 cm und je 12 kg sollen auf GMA-Paletten. Die maximale Ladehöhe liegt in diesem Beispiel bei 152 cm inklusive Palette (angenommener Wert), das maximale Ladungsgewicht bei 1.000 kg. Die Kartons stehen aufrecht.
| Palettenfläche (GMA) | 121,9 × 101,6 cm |
| Lage, Karton längs (40 × 30) | 3 × 3 = 9 |
| Lage, Karton gedreht (30 × 40) | 4 × 2 = 8 |
| Kartons pro Lage | 9 |
| Palettenhöhe | 14,5 cm |
| Nutzbare Höhe (152 − 14,5) | 137,5 cm |
| Lagen nach Höhe (137,5 ÷ 25, abgerundet) | 5 |
| Kartons pro Palette (9 × 5) | 45 |
| Ladungsgewicht (45 × 12 kg) | 540 kg (unter 1.000 kg) |
| Ladehöhe inkl. Palette | 139,5 cm |
| Paletten für 500 Kartons (500 ÷ 45, aufgerundet) | 12 |
Ergebnis: 45 Kartons pro Palette (9 pro Lage × 5 Lagen). Für 500 Kartons braucht es 12 Paletten, auf der letzten stehen nur 5 Kartons. Begrenzt wird hier durch die Höhe, nicht durch das Gewicht.
GMA-Palette vs. Europalette
Beispiel mit Kartons von 40 × 30 cm Grundfläche; gezählt ist jeweils die bessere der beiden Ausrichtungen.
| Palette | Maße (cm) | Kartons pro Lage | Hinweis |
|---|---|---|---|
| GMA-Palette (48 × 40 Zoll) | 121,9 × 101,6 | 9 | US-Standardpalette und dort das häufigste Maß |
| Europalette (EPAL) | 120 × 80 | 8 | Europäischer Standard, 144 mm hoch |
| Individuell | eigene Eingabe | neu berechnet | Beide Ausrichtungen und Reststreifen werden neu durchgerechnet, z. B. Industriepalette (120 × 100 cm): 9, T11-Palette (110 × 110 cm): 8 |
Häufige Fehler
- Palettenhöhe vergessen: Die maximale Ladehöhe gilt ab Boden. Wer die etwa 14,5 cm der GMA-Palette oder die 14,4 cm der Europalette nicht abzieht, plant schnell eine Lage zu viel – im Beispiel oben 6 statt 5.
- Nur eine Ausrichtung prüfen: Bei Kartons mit 40 × 30 cm passen auf die GMA-Palette längs 9, gedreht nur 8 pro Lage. Auf der Europalette ist es umgekehrt: längs 6, gedreht 8.
- Gewichtsgrenze übersehen: Mit der Voreinstellung (Karton 30 × 25 × 20 cm, 10 kg, max. 1.000 kg) ließen sich nach Höhe 8 Lagen stapeln, das Gewicht erlaubt aber nur 6.
- Ware überstehen lassen: FedEx und UPS verlangen, dass nichts über die Palettenkante hinausragt. Überstehende Kartons verlieren bis zu 32 % Stauchwiderstand, und weil Carrier an der längsten Stelle messen, wachsen die gemessenen Maße mit.
- Palettenzahl abrunden: 500 Kartons bei 45 pro Palette ergeben rechnerisch 11,1 Paletten. Gebraucht werden 12, denn auch die letzte Palette mit nur 5 Kartons belegt einen vollen Stellplatz.
Wie viele Kartons passen auf eine Palette?
Das hängt von Kartonmaßen, Palette, erlaubter Ladehöhe und zulässigem Gewicht ab. Gerechnet wird Kartons pro Lage × Anzahl Lagen. Ein Beispiel: Kartons mit 40 × 30 × 25 cm und 12 kg auf einer GMA-Palette (121,9 × 101,6 cm), maximale Ladehöhe 152 cm inklusive Palette, maximales Ladungsgewicht 1.000 kg. Das ergibt 9 Kartons pro Lage und 5 Lagen, also 45 Kartons pro Palette.
Was ist ein Packschema?
Ein Packschema zeigt, wie die Kartons innerhalb einer Lage auf der Palette angeordnet sind, meist als Draufsicht. Daraus ergibt sich die Zahl der Kartons pro Lage. Der Palettenrechner zeichnet das Packschema der besten Anordnung, die er gefunden hat; gedrehte Kartons im Reststreifen sind farbig hervorgehoben.
Welche Maße hat eine Europalette?
Die Europalette (EPAL) misst 1.200 × 800 mm bei 144 mm Höhe und wiegt etwa 25 kg. Im Rechner ist sie mit 120 × 80 cm und 14,4 cm Palettenhöhe hinterlegt. Für den Containerversand wichtig: Ein 40-Fuß-Container ist nach ISO innen mindestens 2.330 mm breit. Zwei Europaletten mit der 1.200-mm-Seite oder drei mit der 800-mm-Seite quer nebeneinander ergeben jeweils 2.400 mm und passen damit nicht.
Welche Maße hat eine GMA-Palette?
Die GMA-Palette ist die US-Standardpalette mit 48 × 40 Zoll, also 1.219,2 × 1.016 mm (im Rechner gerundet 121,9 × 101,6 cm). GMA ist ein anderer Name für die CBA-Palette. In den USA ist sie das häufigste Palettenmaß und macht rund 30 % der neuen Holzpaletten aus; danach folgen 42 × 42 und 48 × 48 Zoll. Die Palettenhöhe von etwa 14,5 cm ist eine Voreinstellung des Rechners und kein belegter Normwert. Messen Sie Ihre Palette am besten nach und tragen Sie die Maße unter „Individuell“ ein.
Passen auf eine GMA-Palette mehr Kartons als auf eine Europalette?
Nicht automatisch. Die GMA-Palette hat mit rund 12.385 cm² etwa 1,29-mal so viel Grundfläche wie die Europalette mit 9.600 cm². Wie viele Kartons pro Lage passen, hängt aber davon ab, wie glatt sich die Grundfläche durch die Kartonmaße teilen lässt. Bei Kartons mit 40 × 30 cm sind es 9 auf der GMA-Palette und 8 auf der Europalette. Welche Palette Sie verwenden, richtet sich ohnehin nach den Paletten, mit denen Lager und Empfänger am Zielort arbeiten.
Wie hoch darf eine Palette beladen werden?
Eine allgemeingültige Grenze gibt es nicht. Die maximale Ladehöhe legen Carrier, Lager oder das Fahrzeug fest. Zwei Beispiele aus den USA: Im Palettentarif 4848 von ODFL gelten höchstens 99 Zoll, darüber wird nach dem regulären LTL-Tarif abgerechnet; bei UPS Air Freight und Worldwide Expedited Ground Freight brauchen Sendungen über 76 Zoll Höhe eine vorherige Freigabe. Im Rechner wird die Ladehöhe ab Boden gemessen, die Palette zählt also mit. Neben der Höhe kann auch das maximale Ladungsgewicht die Zahl der Lagen begrenzen.
Dreht oder kippt der Rechner die Kartons?
Gedreht ja, gekippt nein. Der Rechner probiert beide Ausrichtungen auf der Grundfläche – längs und um 90° gedreht – und ergänzt, wo Platz bleibt, einen Streifen gedrehter Kartons im Rest der Palettenbreite. Auf eine andere Seite gelegt wird kein Karton: Die Kartons stehen, die eingegebene Höhe ist die Lagenhöhe. Andere Muster wie das Pinwheel-Schema (Windmühlenanordnung) rechnet er nicht durch, das Ergebnis ist also nicht in jedem Fall das Optimum.
Was begrenzt die Lagenzahl – Höhe oder Gewicht?
Der Rechner ermittelt beide Grenzen und nimmt den kleineren Wert. Nach Höhe: (maximale Ladehöhe − Palettenhöhe) ÷ Kartonhöhe, abgerundet. Nach Gewicht: maximales Ladungsgewicht ÷ Gewicht einer Lage, abgerundet. Mit der Voreinstellung (Karton 30 × 25 × 20 cm, 10 kg, GMA-Palette, 180 cm, 1.000 kg) passen 16 Kartons in eine Lage. Die Höhe erlaubt 8 Lagen, das Gewicht nur 6 – es bleibt bei 6 Lagen und 96 Kartons pro Palette.
Was bewirkt das Feld „Überstand je Seite“?
Der eingetragene Wert wird an jeder Seite zugeschlagen, also zweimal zur Länge und zweimal zur Breite der Palette. Voreingestellt ist 0, und dabei sollte es in der Regel bleiben: Nach den Richtlinien von FedEx und UPS soll keine Ware über die Palettenkante überstehen. Überstehende Kartons verlieren laut FedEx bis zu 32 % ihres Stauchwiderstands (BCT) und können einreißen oder durchstoßen werden; auch Ware, die nach innen versetzt steht, ist schadensanfällig. Hinzu kommt, dass Carrier an der längsten Stelle messen. Wer Ware überstehen lässt, vergrößert die gemessenen Maße – im US-LTL-Verkehr sinkt damit die Dichte, und die Frachtklasse (Freight Class) kann sich ändern.
Säulen- oder Verbundstapelung – womit rechnet der Rechner?
Die Ergebnisse gelten immer für Säulenstapelung (Column Stacking): Alle Lagen stehen deckungsgleich übereinander. Laut FedEx erhöht das fast immer den Stauchwiderstand von oben nach unten; Zwischenlagen aus Wellpappe werden empfohlen. Die Verbundstapelung (Interlock), bei der jede zweite Lage um 90° gedreht ist, macht die Ladung stabiler, wenn der Inhalt formstabil ist. In der 3D-Ansicht lässt sie sich einblenden. Gedrehte Lagen fassen dabei unter Umständen weniger Kartons: Im Beispiel mit 40 × 30 × 25 cm auf der GMA-Palette sind es 43 statt 45 Kartons.
Wie schwer darf eine Europalette beladen werden?
EPAL gibt für die Europalette eine Tragfähigkeit von 1.500 kg an. Werden beladene Paletten auf festem, ebenem Untergrund gestapelt, sollte die unterste mit höchstens 5.500 kg belastet werden. Im Rechner ist ein maximales Ladungsgewicht von 1.000 kg voreingestellt. Der Wert gilt nur für die Kartons, das Eigengewicht der Palette (bei der Europalette etwa 25 kg) zählt nicht mit.
Quellen
Alle Werte werden in Ihrem Browser berechnet und beruhen auf veröffentlichten Normen, Angaben von Frachtführern und typischen Nennmaßen; gleichen Sie sie vor der Buchung mit den Daten Ihres Transportunternehmens, Ihrer Reederei oder Airline ab.
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