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Luftfrachtpaletten & ULD: Maße von PMC, PAG und AKE

ULD-Maße in der Luftfracht: PMC 243,8 × 317,5 cm, PAG 223,5 × 317,5 cm, AKE (LD3) mit 4,3–4,5 m³, Ladehöhen je Deck bis 299,7 cm und Abrechnung pro ULD im BUP.

Aktualisiert: 2026-09-26

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Wer Luftfracht auf Paletten oder in Containern bucht, stößt schnell auf Kürzel wie PMC, PAG oder AKE. Dahinter stehen ULDs (Unit Load Devices), die genormten Ladeeinheiten der Luftfracht. Eine ULD ist entweder eine Flugzeugpalette mit Palettennetz oder ein Flugzeugcontainer. Sie gilt als abnehmbares Flugzeugteil: Konstruktion, Prüfung, Herstellung, Betrieb und Instandhaltung unterliegen den Anforderungen der zivilen Luftfahrtbehörden.

Die technischen und betrieblichen Standards bündelt die IATA in den ULD Regulations (ULDR), die sich auf Normen von IATA, ISO und SAE stützen. Spezifikationen und Handling-Standards pflegt das IATA ULD Board. Nach Angaben der IATA sind rund eine Million ULDs im Umlauf. Grundsätzlich gibt es zwei Bauformen: Paletten lassen sich hoch aufbauen und nehmen auch sperrige Stücke auf, Container schützen die Ware besser, verlieren durch ihre Kontur aber Volumen. Dieser Leitfaden zeigt die gängigen Maße und Gewichte, die Ladehöhen je Deck, die Abrechnung pro ULD und wie man ULD-Codes liest.

Luftfrachtpaletten: Maße und Gewichte

Eine Luftfrachtpalette ist eine flache Platte mit einer umlaufenden Befestigungsschiene (Seat Track) am Rand. Die Fracht wird auf der Platte gestapelt, mit Folie umwickelt und mit einem zugelassenen Palettennetz gesichert. Die Palette selbst ist bei der Airline registriertes Flugzeugzubehör und geht nach dem Flug an die Airline zurück. Mit den Holzpaletten aus Lager und Lkw-Verkehr (siehe Palettenmaße im Überblick) hat sie nur den Namen gemeinsam.

Die Maße sind in Zoll festgelegt, die Zentimeterangaben sind umgerechnet. Das Eigengewicht der PMC liegt samt Netz bei rund 120 kg, das der PAG bei 96–115 kg.

TypGrundfläche (in)Grundfläche (cm)Max. Bruttogewicht (typisch)Einsatz
PMC / P6P96 × 125243,8 × 317,5ca. 6.800 kg (teils 6.804 kg angegeben)Standardpalette – Unterdeck von Großraumflugzeugen, Hauptdeck von Frachtflugzeugen
PAG / P1P88 × 125223,5 × 317,56.033–6.800 kg (je nach Airline)älterer Standard, auf vielen Mustern im Einsatz
PLA60,4 × 125153,4 × 317,5ca. 3.175 kgHalbpalette, kleinere Sammelgutsendungen
PGA96 × 238,5243,8 × 605,811.340–13.608 kg (je nach Quelle)20-Fuß-Palette, Hauptdeck von Frachtflugzeugen, Langgut

Wichtig: Das maximale Bruttogewicht (MGW) ist ein Nennwert. Was auf einer Position tatsächlich zulässig ist, richtet sich nach dem Weight & Balance Manual des jeweiligen Flugzeugmusters und nach der Ladeposition. Vietnam Airlines nennt für PMC und PAG je 6.800 kg, Thai Cargo 6.804 kg für die PMC und 6.033 kg für die PAG. Für die PGA gibt Thai Cargo 13.608 kg an (etwa auf der 747-Frachterversion 74F), Cory Brothers für die vergleichbare 20-Fuß-Einheit M-6 11.340 kg bei 33 m³. Verbindlich ist erst die Bestätigung der Airline bei der Buchung.

Luftfrachtcontainer: AKE, AKH, AAP und AMA

Luftfrachtcontainer sind geschlossene Einheiten, deren Kontur (Umriss der ULD entsprechend dem Rumpf) sich dem Frachtraum anpasst. Der bekannteste ist der AKE, oft auch LD3 genannt. Beide Namen meinen dasselbe Gerät: LD3 stammt aus dem System der ATA (heute Airlines for America), AKE ist der IATA-Code.

Der AKE ist ein Container für die halbe Breite des Unterdecks (Lower Deck) mit einer abgeschrägten Seite. Die Grundfläche misst 156,2 × 153,4 cm (61,5 × 60,4 in), die Höhe 162,6 cm (64 in), die Gesamtbreite einschließlich Schräge 200,7 cm (79 in). Je nach Ausführung hat er eine Planentür oder eine feste Tür; die Türöffnung gibt AirBridgeCargo mit 147 × 155 cm (58 × 61 in) an. Beim Innenvolumen weichen die Angaben ab: Vietnam Airlines und AirBridgeCargo nennen 4,5 m³, Thai Cargo 4,3 m³, American Airlines 4,32 m³.

Die Schräge kostet Platz. Der Quader, der den AKE umschreibt (Außenmaße 200,7 × 153,4 × 162,6 cm), hätte rund 5,0 m³ – nutzbar sind 4,3 bis 4,5 m³. Der AKE passt in das Unterdeck der meisten Großraumflugzeuge (Widebody), bei Vietnam Airlines etwa in B777, B787, A350 und A330, bei Thai Cargo unter anderem in 747, 777, A330 und A340.

Der AKH (LD3-45) hat dieselbe Grundfläche wie der AKE, ist aber nur 114,3 cm (45 in) hoch. Er ist für das Unterdeck der A320-Familie gebaut, also für Standardrumpfflugzeuge (Narrowbody). Vietnam Airlines nennt 3,6 m³ Innenvolumen und 1.587 kg maximales Bruttogewicht, im A321 allerdings begrenzt auf 1.134 kg.

TypGrundfläche (cm)Höhe (cm)VolumenMax. Bruttogewicht (typisch)Einsatz
AKE (LD3)156,2 × 153,4162,6ca. 4,5 m³ (teils 4,3 m³ angegeben)ca. 1.588 kgUnterdeck der meisten Großraumflugzeuge – der Standardcontainer im Belly
AKH (LD3-45)156,2 × 153,4114,3ca. 3,6 m³1.587 kg (im A321: 1.134 kg)Unterdeck der A320-Familie
AAP (LD9)317,5 × 223,5162,610,3–10,6 m³ca. 6.033 kgContainer auf PAG-Grundfläche, Unterdeck von Großraumflugzeugen
AMA317,5 × 243,8243,8 (aus Datenblatt-Zeichnung)–ca. 6.804 kgHauptdeck von Frachtflugzeugen

Beim AAP ist Vorsicht mit dem Namen LD9 geboten: American Airlines führt unter „LD9“ eine Einheit mit 125 × 96 in und 5.034 kg. Die LD-Bezeichnungen werden also nicht bei jeder Airline gleich verwendet – im Zweifel gilt der IATA-Code. Der AMA ist ein quaderförmiger Container für das Hauptdeck (Main Deck) von Frachtflugzeugen, gebaut auf der Grundfläche der PMC (P6P).

Ladehöhe: Unterdeck oder Hauptdeck

Dieselbe Palette lässt sich je nach Deck unterschiedlich hoch aufbauen. Ausschlaggebend ist nicht die Palette, sondern die Kontur des Frachtraums an der vorgesehenen Position.

DeckKonturhöheNutzvolumen PMC
Unterdeck (Belly) im Passagierflugzeug162,6 cm (64 in)11,5 m³
Hauptdeck Frachtflugzeug, Standardkontur243,8 cm (96 in)17,0 m³
Hauptdeck Frachtflugzeug, hohe Positionen299,7 cm (118 in)21,2 m³

Im Unterdeck, dem Belly-Frachtraum der Passagierflugzeuge, wird auf 162,6 cm (64 in) Konturhöhe gebaut. Vietnam Airlines gibt als Nutzvolumen 11,5 m³ für die PMC und 10,5 m³ für die PAG an. Spediteure rechnen hier meist mit 160 cm einschließlich Palettenboden. Auf dem Hauptdeck von Frachtflugzeugen ist die Standardkontur 243,8 cm (96 in) hoch. Einzelne Positionen erlauben 299,7 cm (118 in); welche das sind, hängt vom Flugzeugmuster ab.

Daraus folgt eine harte Grenze: Ist ein Packstück höher als rund 163 cm, passt es in keine ULD im Unterdeck eines Passagierflugzeugs mehr. Es kann dann nur noch mit Frachtflugzeugen fliegen – ganz gleich, wie leicht es ist. Das schränkt die Auswahl an Flügen ein und kann die Kosten erhöhen. Die Höhe sollte deshalb schon vor der Anfrage feststehen.

BUP: Wer die ULD aufbaut und wie abgerechnet wird

Nicht jede ULD baut die Airline selbst auf. Beim Bulk Unitization Program (BUP), so der Name bei der IATA, stellt die Airline leere ULDs bereit. Der Aufbau (Build-up) findet außerhalb der Airline statt, meist im Lager des Spediteurs, und die fertige Einheit wird komplett bei der Airline angeliefert. Im Englischen heißt eine solche Einheit „shipper-built ULD“. Gemeint ist damit nur, dass sie außerhalb der Airline gebaut wurde; aufgebaut wird sie in der Regel vom Spediteur, nicht vom Eigentümer der Ware. Für Qualität und Standards solcher Einheiten gibt es BUP-Richtlinien der IATA.

Der Vorteil liegt im Umschlag: Eine fertig gebaute ULD wird unterwegs seltener angefasst. Das verkürzt die Laufzeit, senkt das Schadensrisiko und erhöht die Sicherheit.

Abgerechnet wird die ULD als Einheit. Korean Air etwa berechnet eine BUC (Bulk Unitization Charge): Für jeden ULD-Typ gilt eine Mindestgebühr, die ein bestimmtes Gewicht abdeckt. Dieses Gewicht heißt Pivot Weight, sinngemäß das frachtpflichtige Mindestgewicht der ULD. Für jedes Kilo darüber fällt ein Over-Pivot-Zuschlag an, also ein Zuschlag für Gewicht über dem Pivot Weight. Konkrete Pivot-Werte legt jede Airline in ihrem Tarif fest. Als Gewicht zählt bei ULDs der Airline das Bruttogewicht abzüglich des Eigengewichts der ULD. Bei ULDs im Eigentum des Versenders wird das tatsächliche Eigengewicht abgezogen, höchstens aber der im Tarif festgelegte Freibetrag. Gefahrgut, lebende Tiere, sterbliche Überreste und Wertfracht sind von der BUC ausgenommen.

Für einen Spediteur, der Sammelladungen betreibt, ergibt sich daraus die Kalkulation. Der Airline zahlt er pro ULD, jedem einzelnen Versender berechnet er dagegen das frachtpflichtige Gewicht der Sendung – den höheren Wert aus Bruttogewicht und Volumengewicht (Volumen in cm³ geteilt durch 6.000). Die Differenz ist seine Marge im Sammelgut. Deshalb hat er ein Interesse daran, jede ULD bis an Kontur und zulässige Höhe zu füllen. Wie das frachtpflichtige Gewicht für eine einzelne Sendung ausfällt, zeigt der Rechner für das frachtpflichtige Gewicht.

Ladeplanung: Fracht auf die ULD abstimmen

Für eine erste Prüfung reichen drei Größen: die Grundfläche der ULD, die Konturhöhe an der Position und das Nutzvolumen. Eine PMC im Unterdeck, gebaut auf 162,6 cm, fasst 11,5 m³.

Bei der Grundfläche lohnt ein Blick auf die Kartonmaße. Die lange Seite der PMC misst 125 in, also 317,5 cm, die kurze 96 in, also 243,8 cm. Kartons mit 63,5 cm (25 in) Kantenlänge teilen die lange Seite genau: 5 × 63,5 cm = 317,5 cm. Bleibt am Rand ein leerer Streifen, bezahlt man ihn bei der Abrechnung pro ULD trotzdem mit. Wie sich Kartons auf einer Grundfläche anordnen lassen, zeigt der Leitfaden Kartons pro Palette.

Ideal ist eine ULD, bei der das Nutzvolumen voll ist und gleichzeitig das Pivot Weight erreicht wird. Die dafür nötige Dichte ergibt sich so:

Zieldichte = Zielgewicht / Nutzvolumen

Zur Orientierung: Sind die 11,5 m³ einer PMC im Unterdeck komplett mit sehr leichter Ware gefüllt, ergibt sich trotzdem ein Volumengewicht von rund 1.917 kg (11,5 × 166,67 kg pro m³). So viel kann der Spediteur den Versendern zusammen mindestens berechnen. Ab einer Dichte von rund 167 kg pro m³ wird statt des Volumens das Bruttogewicht frachtpflichtig; darunter rechnet der Spediteur gegenüber den Versendern mit dem Volumengewicht.

Gesamtvolumen und Gesamtgewicht der Sendung liefert der CBM-Rechner – in Kubikmetern (cbm), in Kilogramm und als Volumengewicht für Luftfracht. Diese Werte vergleicht man dann mit dem Nutzvolumen der ULD an der geplanten Position und mit dem Pivot Weight.

ULD-Codes lesen: was PMC, PAG und AKE bedeuten

Jede ULD trägt eine Kennung nach festem Muster, etwa PMC 45231 KE:

  • PMC – drei Buchstaben für den Typ
  • 45231 – Seriennummer, meist fünfstellig, bei älteren Einheiten vierstellig
  • KE – zweistelliger Eigentümercode, von der IATA vergeben

Der erste Buchstabe nennt die Kategorie. A steht für einen zugelassenen Container, P für eine zugelassene Palette, D für einen nicht zugelassenen Container und R für einen zugelassenen Container mit Temperaturführung. Insgesamt kennt die IATA 17 Standardkategorien.

Der zweite Buchstabe gibt die Grundfläche an. Er gilt für Container und Paletten gleichermaßen; es gibt 15 solcher Buchstaben. Die wichtigsten:

  • M – 96 × 125 in (PMC)
  • A – 88 × 125 in (PAG)
  • K – 61,5 × 60,4 in (AKE, AKH)
  • L – 60,4 × 125 in (PLA)
  • G – 96 × 238,5 in (PGA)

Der dritte Buchstabe bedeutet bei Containern und Paletten Unterschiedliches. Bei Containern bezeichnet er die IATA-Standardkontur, also die Form, für die der Container im Frachtraum gebaut ist. Ein Container mit falscher Kontur an der falschen Position gefährdet das Flugzeug. Bei Paletten unterscheidet der dritte Buchstabe die Art der Zulassung.

Wer PMC, PAG, PLA, AKE und AKH auseinanderhalten kann, erkennt die Codes, die auf einem Luftfrachtbrief (Air Waybill, AWB) typischerweise auftauchen.

Was ist eine ULD in der Luftfracht?

ULD steht für Unit Load Device, also Ladeeinheit im Luftverkehr. Gemeint ist entweder eine Flugzeugpalette mit Palettennetz oder ein Flugzeugcontainer. Eine ULD gilt als abnehmbares Flugzeugteil: Konstruktion, Prüfung, Herstellung, Betrieb und Instandhaltung unterliegen den Anforderungen der zivilen Luftfahrtbehörden. Die technischen und betrieblichen Standards fasst die IATA in den ULD Regulations (ULDR) zusammen; laut IATA sind weltweit rund eine Million ULDs im Einsatz.

Welche Maße haben Luftfrachtpaletten?

Die gängigen Luftfrachtpaletten sind in Zoll definiert: PMC (P6P) misst 96 × 125 in (243,8 × 317,5 cm), PAG (P1P) 88 × 125 in (223,5 × 317,5 cm), die Halbpalette PLA 60,4 × 125 in (153,4 × 317,5 cm) und die 20-Fuß-Palette PGA 96 × 238,5 in (243,8 × 605,8 cm). Das maximale Bruttogewicht liegt bei der PMC bei rund 6.800 kg, bei der PAG je nach Airline zwischen 6.033 und 6.800 kg, bei der PLA bei etwa 3.175 kg und bei der PGA je nach Quelle zwischen 11.340 und 13.608 kg. Diese Werte sind Nennwerte; was tatsächlich zulässig ist, hängt von Flugzeugmuster und Ladeposition ab und wird bei der Buchung mit der Airline bestätigt.

Worin unterscheiden sich PMC- und PAG-Palette?

Beide Paletten sind 125 in (317,5 cm) lang. Die PMC ist mit 96 in (243,8 cm) breiter als die PAG mit 88 in (223,5 cm). Das zeigt auch der zweite Buchstabe des Codes: M steht für die Grundfläche 96 × 125 in, A für 88 × 125 in. Beim maximalen Bruttogewicht nennen Airlines für die PMC rund 6.800 kg, für die PAG je nach Airline 6.033 bis 6.800 kg.

Wie groß ist ein AKE-Container (LD3)?

Der AKE hat eine Grundfläche von 156,2 × 153,4 cm (61,5 × 60,4 in), ist 162,6 cm (64 in) hoch und misst mit der abgeschrägten Seite insgesamt 200,7 cm (79 in) in der Breite. Das Innenvolumen geben Airlines mit 4,3 bis 4,5 m³ an, das maximale Bruttogewicht mit 1.587 bis 1.588 kg. LD3 und AKE bezeichnen dasselbe Gerät: LD3 ist die Bezeichnung nach dem System der ATA (heute Airlines for America), AKE der IATA-Code. Wegen der Schräge bleibt das nutzbare Volumen unter den rund 5,0 m³ des umschreibenden Quaders. Der AKE passt ins Unterdeck der meisten Großraumflugzeuge, etwa B777, B787, A330 und A350.

Wie hoch darf Luftfracht auf einer ULD gebaut werden?

Das hängt vom Deck ab. Im Unterdeck von Passagierflugzeugen liegt die Konturhöhe bei 162,6 cm (64 in); eine PMC fasst dort 11,5 m³. Auf dem Hauptdeck von Frachtflugzeugen ist die Standardkontur 243,8 cm (96 in) hoch, eine PMC fasst 17,0 m³. Auf einzelnen Hauptdeckpositionen sind 299,7 cm (118 in) und 21,2 m³ möglich. Ist eine Sendung höher als rund 163 cm, kommt sie nur noch für Frachtflugzeuge in Frage – unabhängig vom Gewicht. Das verringert die Zahl der verfügbaren Flüge und kann die Kosten erhöhen.

Was ist der Unterschied zwischen ULD-Palette und ULD-Container?

Eine ULD-Palette ist eine flache Platte, auf der die Fracht gestapelt und mit einem Palettennetz gesichert wird. Sie lässt sich hoch aufbauen und nimmt auch große Stücke auf. Ein ULD-Container ist dagegen geschlossen und an die Rumpfkontur angepasst. Er schützt die Ware besser, verliert durch die Kontur aber Volumen.

Was bedeutet BUP in der Luftfracht?

BUP steht für Bulk Unitization Program, so der Name bei der IATA. Die Airline stellt leere ULDs zur Verfügung, die außerhalb der Airline aufgebaut werden, meist im Lager des Spediteurs. Die fertige Einheit wird dann komplett bei der Airline angeliefert. Abgerechnet wird pro ULD: Je ULD-Typ gibt es eine Mindestgebühr, die bis zum Pivot Weight gilt, und für jedes Kilo darüber einen Zuschlag.

Wie wird eine ULD abgerechnet?

Beim Aufbau durch den Spediteur berechnen Airlines wie Korean Air pro ULD eine Bulk Unitization Charge (BUC). Sie besteht aus einer Mindestgebühr je ULD-Typ und einem Zuschlag für das Gewicht über dem Pivot Weight. Das Pivot Weight ist das höchste Gewicht, das die Mindestgebühr abdeckt. Bei ULDs der Airline zählt dabei das Bruttogewicht abzüglich des Eigengewichts der ULD.

Wie liest man einen ULD-Code wie PMC?

Eine ULD-Kennung wie PMC 45231 KE besteht aus drei Buchstaben für den Typ, einer Seriennummer (meist fünf, bei älteren Einheiten vier Ziffern) und dem zweistelligen Eigentümercode, den die IATA vergibt. Der erste Buchstabe nennt die Kategorie: A steht für einen zugelassenen Container, P für eine zugelassene Palette. Der zweite Buchstabe gibt die Grundfläche an, etwa M für 96 × 125 in oder K für 61,5 × 60,4 in. Der dritte Buchstabe beschreibt bei Containern die IATA-Standardkontur, bei Paletten die Art der Zulassung.

Passt Übermaß in Standard-ULDs?

Bis zu einer gewissen Grenze ja. Über 163 cm Höhe ist das Unterdeck von Passagierflugzeugen ausgeschlossen. Auf dem Hauptdeck von Frachtflugzeugen sind 243,8 cm üblich und auf einzelnen Positionen bis 299,7 cm möglich. Für lange Stücke gibt es die 20-Fuß-Palette PGA mit 243,8 × 605,8 cm Grundfläche. Was darüber hinausgeht, passt in keine der hier genannten Standard-ULDs und muss mit der Airline gesondert geklärt werden.

Quellen

Zuletzt geprüft: