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Was ist Volumengewicht? Formel, Divisor und sperrige Güter

Volumengewicht = L × B × H in cm geteilt durch den Divisor: 6.000 in der Luftfracht, 5.000 im Express (z. B. UPS). Mit Beispielen und fünf Wegen, es zu senken.

Aktualisiert: 2026-09-26

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Was ist Volumengewicht? Kurz gesagt: das Gewicht, das eine Sendung hätte, wenn man ihren Platzbedarf in Kilogramm umrechnet. Airlines und Expressdienste verkaufen nicht nur Tragfähigkeit, sondern auch Raum. Deshalb rechnen sie die Außenmaße über einen Divisor in Kilogramm um und stellen den höheren Wert aus Bruttogewicht und Volumengewicht in Rechnung. Im Englischen heißt das Volumengewicht auch Volumetric Weight, Dimensional Weight oder DIM Weight, der abgerechnete Wert Chargeable Weight.

Wie stark das ins Gewicht fällt, zeigt ein einfacher Fall: Ein Karton Kissen mit 100 × 60 × 50 cm wiegt 12 kg, wird in der Luftfracht aber mit 50 kg abgerechnet, im Express sogar mit 60 kg. Die Rechnung dazu steht weiter unten.

Warum es das Volumengewicht überhaupt gibt

Ein Frachtflugzeug stößt an zwei Grenzen zugleich: an das zulässige Gewicht und an den verfügbaren Laderaum. Dichte Ware wie Maschinenteile schöpft zuerst das Gewicht aus, leichte und sperrige Güter wie Kunststoffteile in Styroporverpackung zuerst den Raum. Die IATA veranschaulicht das mit einem Vergleich: Eine Tonne Federn braucht weit mehr Platz als eine Tonne Stahl. Mit dem Volumengewicht wird jede Sendung nach der Ressource abgerechnet, die sie zuerst verbraucht.

Hinzu kommt, dass der Raum im Flugzeug nicht in beliebigen Kubikmetern verkauft wird. Luftfracht wird auf ULDs (Unit Load Devices), also Flugzeugpaletten und -container, aufgebaut (im Englischen „Build-up“). Welche Formate es gibt, zeigt der Beitrag zu ULD-Größen in der Luftfracht.

Für Luftfracht gilt nach der IATA ein Divisor von 6.000 cm³/kg als allgemeine Regel. Expressdienste legen ihren Divisor dagegen im eigenen Service Guide fest.

Formel: Volumengewicht berechnen

Volumengewicht (kg) = Länge (cm) × Breite (cm) × Höhe (cm) ÷ Divisor

Welcher Divisor gilt, hängt von der Transportart ab:

TransportartDivisor (cm³/kg)1 m³ entspricht
Luftfracht (allgemeine IATA-Regel)6.000ca. 167 kg (166,67)
Express (z. B. UPS)5.000200 kg
Seefracht LCL (W/M)entspricht 1.000 (W/M-Regel)1.000 kg

In der Seefracht gilt dasselbe Prinzip mit einem anderen Maßstab. Abgerechnet wird nach W/M: 1 m³ gilt als gleichwertig mit 1.000 kg, und die Frachttonne (W/M) ist der höhere Wert aus Kubikmetern und Tonnen. Einen Divisor im engeren Sinn gibt es dort nicht.

Beispiel: Karton mit Kissen

  • Maße: 100 × 60 × 50 cm = 300.000 cm³ = 0,3 m³
  • Bruttogewicht: 12 kg, Dichte also 40 kg/m³
  • Luftfracht: 300.000 ÷ 6.000 = 50 kg, rund das 4,2-Fache des Bruttogewichts
  • Express: 300.000 ÷ 5.000 = 60 kg, das 5-Fache

Abgerechnet werden in beiden Fällen die 50 bzw. 60 kg, denn das Volumengewicht liegt deutlich über dem Bruttogewicht. Der Rechner zeigt als frachtpflichtiges Gewicht 50,0 kg für die Luftfracht und 60,0 kg für den Express.

Das Beispiel zeigt auch: Je kleiner der Divisor, desto höher das Volumengewicht. Mit 5.000 statt 6.000 wird derselbe Karton 1,2-mal so schwer gerechnet, also 20 % schwerer. Wie das frachtpflichtige Gewicht bei mehreren Transportarten im Detail ermittelt wird, erklärt der Beitrag zum frachtpflichtigen Gewicht.

Ab welcher Dichte zählt das Bruttogewicht?

Die Antwort steckt im Divisor: Das Bruttogewicht wird maßgeblich, sobald die Dichte der Sendung den Wert erreicht, den der Divisor für 1 m³ unterstellt. Diese Schwelle wird auch Sperrigkeitsgrenze genannt.

  • Luftfracht: 166,67 kg/m³, meist als 167 kg/m³ angegeben
  • Express: genau 200 kg/m³
  • Seefracht LCL: 1.000 kg/m³

Liegt die Dichte darüber, wird nach Bruttogewicht abgerechnet. Liegt sie darunter, zählt das Volumengewicht. Genau auf der Schwelle sind beide Werte gleich.

Frachtpflichtiges Gewicht je m³ vs. Dichte der SendungDichte der Sendung (kg/m³)Abgerechnete kg je m³Bruttogewicht (= Dichte)Luftfracht: mind. ca. 167 kgExpress: mind. 200 kg167 kg/m³200 kg/m³links: Abrechnung nach Volumenrechts: Bruttogewicht zählt
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Wer die Dichte seiner Ware kennt, sieht deshalb schon vor der Angebotsanfrage, wie stark das Volumen die Rechnung bestimmt. Kissen, Schaumstoff, montierte Möbel, Textilien und Kunststoffteile liegen typischerweise weit unter der Schwelle, ebenso Konsumgüter, deren Verpackung viel Platz einnimmt. Metall- und Maschinenteile liegen meist darüber.

Messen, runden, nachmessen: wo Abweichungen entstehen

Gemessen wird an den äußersten Punkten. Maßgeblich sind die Außenmaße (größte Länge × Breite × Höhe), einschließlich Ausbeulungen, Palette und überstehender Ware. Wölbt sich ein Karton an jeder Seite um 2 cm nach außen, zählt das Maß an der Wölbung.

Maße werden nicht überall gleich gerundet. Korean Air rundet laut Tarif auf den nächsten ganzen Zentimeter, also je nach Nachkommastelle auf oder ab. UPS (USA) nennt auf ein und derselben Seite beides: Aufrunden auf die nächste ganze Zahl und Runden auf die nächste ganze Zahl. Eine einheitliche Regel für alle Carrier gibt es nicht.

Auch das Gewicht wird aufgerundet. Im Tarif von Korean Air etwa wird das Gewicht auf die nächsten 0,5 kg aufgerundet. Bei Express-Sendungen rundet UPS in Großbritannien ebenfalls auf die nächsten 0,5 kg auf, in den USA auf das nächste volle Pfund (lb). Der Rechner rundet Luftfracht und Express auf die nächsten 0,5 kg auf.

Nachwiegen und Nachmessen kann die Rechnung ändern. Carrier können Sendungen nachwiegen und nachmessen. Weichen die Werte von der Anmeldung ab, kann sich die Abrechnung ändern, und es können zusätzliche, oft unerwartete Kosten entstehen. Am sichersten ist es, die Sendung vor der Buchung selbst zu wiegen und zu messen, die Werte genau anzugeben und so zu verpacken, dass möglichst wenig Leerraum bleibt.

Mehrere Packstücke werden zusammengerechnet. Das Volumen aller Packstücke wird addiert und umgerechnet; bei gleichem Divisor ergibt die Summe der einzelnen Volumengewichte denselben Wert. Dieses Gesamt-Volumengewicht wird mit dem gesamten Bruttogewicht der Sendung verglichen, der höhere Wert zählt. Im Express kann die Berechnung je Packstück von Carrier zu Carrier abweichen; das bildet der Rechner nicht ab.

Palettierte Ware wird als Ganzes gemessen. Bei einer beladenen Palette zählen die Maße der kompletten Einheit, also inklusive Palettenhöhe und über die Palette überstehender Ware. Allein eine Europalette bringt 144 mm (14,4 cm) Höhe mit, die GMA-Palette (48 × 40 Zoll) ist in den CargoSum-Rechnern für Paletten und Container mit 14,5 cm Deckhöhe hinterlegt. Überstehende Ware wird an der breitesten Stelle gemessen: Das Volumen steigt, und die Kartons an der Kante sind anfälliger für Schäden. Wie sich Kartons ohne Überstand auf die Palette bringen lassen, zeigt der Beitrag zu Kartons pro Palette.

Wenn der Divisor abweicht: US-Faktoren, Tarife, Verträge

Die Werte 6.000 und 5.000 sind verbreitet, aber nicht überall gültig.

  • US-Faktoren in in³/lb: UPS gibt in den USA 139 in³/lb (Daily Rates) und 166 in³/lb (Retail Rates) an. 139 in³/lb entsprechen etwa 5.022 cm³/kg, liegen also nahe bei 5.000. Umgekehrt entsprechen 6.000 cm³/kg etwa 166,1 in³/lb.
  • Unterschiede je Carrier und Produkt: Der Divisor kann je nach Carrier, Produkt und Land verschieden sein und sich ändern. Ändert er sich, ändert sich auch das Volumengewicht, obwohl die Sendung dieselbe bleibt. Maßgeblich ist der aktuelle Service Guide des Anbieters, z. B. bei FedEx.
  • Vertragliche Divisoren: Bei individuellen Vertragskonditionen kann ein anderer Divisor vereinbart sein. Maßgeblich ist dann der Vertrag.

Vor dem Vergleich mehrerer Angebote sollten Sie daher prüfen, welcher Divisor jeweils zugrunde liegt, und alle Angebote mit denselben Maßen nachrechnen. Im Rechner für das frachtpflichtige Gewicht wählen Sie eine Transportart (Luftfracht, Express oder Seefracht LCL) und erhalten Bruttogewicht, Volumengewicht und frachtpflichtiges Gewicht nebeneinander. Weicht der Divisor ab, geben Sie einen individuellen Divisor in cm³/kg ein; US-Faktoren in in³/lb müssen dafür vorher umgerechnet werden.

Beispiel: Bettwaren vor und nach dem Vakuumverpacken

Angenommen, eine Bettwarenmarke versendet 40 Kartons per Express, jeder 60 × 40 × 40 cm groß und 4 kg schwer. Die Zahlen sind ein Rechenbeispiel.

Vorher

  • Bruttogewicht: 40 × 4 kg = 160 kg
  • Volumen: 96.000 cm³ je Karton, zusammen 3.840.000 cm³ = 3,84 m³
  • Volumengewicht: 3.840.000 ÷ 5.000 = 768 kg, das 4,8-Fache des Bruttogewichts
  • Dichte: ca. 41,7 kg/m³
  • Ergebnis im Rechner: 768,0 kg frachtpflichtig

Nachher: vakuumverpackt (komprimiert), Kartonhöhe 24 statt 40 cm

  • Volumen: 57.600 cm³ je Karton, zusammen 2.304.000 cm³ = 2,304 m³
  • Volumengewicht: 2.304.000 ÷ 5.000 = 460,8 kg
  • Rückgang des Volumengewichts: genau 40 %, denn die Höhe schrumpft auf das 0,6-Fache (24/40)
  • Dichte: ca. 69,4 kg/m³, also weiterhin unter 200 kg/m³
  • Ergebnis im Rechner: 461,0 kg frachtpflichtig (460,8 kg auf 0,5 kg aufgerundet)

Das Bruttogewicht bleibt bei 160 kg, nur das Volumen schrumpft. Komprimieren hilft allerdings nur, solange das Volumengewicht über dem Bruttogewicht liegt. Ist die Schwelle von 200 kg/m³ erreicht, wird nach Bruttogewicht abgerechnet, und jede weitere Verkleinerung bringt nichts mehr. In diesem Beispiel liegt die Grenze bei 0,8 m³ Gesamtvolumen (160 kg ÷ 200 kg/m³), das entspräche einer Kartonhöhe von etwa 8,3 cm.

Volumengewicht senken: fünf Ansatzpunkte

  1. Passende Kartongröße: Leerraum im Karton, also ungenutzter Platz über und neben der Ware, wird als Volumen mitbezahlt. Ein Karton, der zur Ware passt, senkt das Volumengewicht direkt.
  2. Vakuumverpacken: Textilien und Bettwaren lassen sich vakuumverpackt (komprimiert) auf ein deutlich kleineres Volumen bringen, wie das Beispiel oben zeigt.
  3. Zerlegt und flach verpacken: Möbel, die zerlegt und flach verpackt versendet werden, brauchen weniger Raum. Je nach Dichte kann die Sendung damit sogar in die Abrechnung nach Bruttogewicht rutschen.
  4. Transportart prüfen: Liegt die Dichte weit unter 167 kg/m³ und ist die Sendung nicht eilig, lohnt sich ein Blick auf Seefracht LCL, wo nach W/M 1 m³ erst 1.000 kg entspricht. Ob das pro Kubikmeter günstiger ist, hängt von den Raten der jeweiligen Transportart ab; einen Überblick gibt der Vergleich Seefracht vs. Luftfracht.
  5. Zusammenfassen: Viele kleine Kartons in einer Umverpackung (Master Carton) zu bündeln, kann Leerräume zwischen den Packstücken verringern.

Dieselbe Logik gilt im US-Stückgut (LTL): Dort bestimmt die Dichte die Frachtklasse (Freight Class) und damit die Rate. Mehr dazu im Beitrag zur Berechnung der Frachtdichte.

Was ist das Volumengewicht und wie wird es berechnet?

Das Volumengewicht ist ein rechnerisches Gewicht, das den Platzbedarf einer Sendung in Kilogramm ausdrückt. Die Formel lautet: Länge × Breite × Höhe in Zentimetern geteilt durch den Divisor. In der Luftfracht gilt nach der allgemeinen IATA-Regel der Divisor 6.000, große Expressdienste wie UPS rechnen mit 5.000. Abgerechnet wird der höhere Wert aus Bruttogewicht und Volumengewicht.

Was ist der Unterschied zwischen Volumengewicht und frachtpflichtigem Gewicht?

Das Volumengewicht ist nur der aus den Maßen umgerechnete Wert. Das frachtpflichtige Gewicht (Chargeable Weight) ist das Gewicht, das tatsächlich in Rechnung gestellt wird: der höhere Wert aus Bruttogewicht und Volumengewicht. Begriffe wie Dimensional Weight oder DIM Weight meinen dasselbe wie Volumengewicht.

Warum ist das Volumengewicht oft viel höher als das tatsächliche Gewicht?

Weil die Ware eine geringere Dichte hat, als der Divisor unterstellt. In der Luftfracht entspricht 1 m³ rund 167 kg, im Express genau 200 kg. Liegt die Dichte einer Sendung darunter, ist das Volumengewicht größer als das Bruttogewicht. Typisch sind Kissen, Schaumstoff, montierte Möbel oder Textilien. Ein Karton Kissen mit 0,3 m³ und 12 kg kommt in der Luftfracht auf 50 kg Volumengewicht.

Warum teilt man in der Luftfracht durch 6.000?

Der Divisor 6.000 cm³/kg ist die allgemeine IATA-Regel für Luftfracht. Umgerechnet bedeutet er: 1 m³ (1.000.000 cm³) entspricht 166,67 kg, in der Praxis meist als 167 kg pro cbm angegeben. Sendungen mit einer geringeren Dichte werden nach Volumen abgerechnet, dichtere nach Bruttogewicht.

Warum ergibt der Divisor 5.000 im Express ein höheres Volumengewicht als 6.000?

Je kleiner der Divisor, desto mehr Kilogramm ergeben sich aus demselben Volumen. Derselbe Karton hat mit 5.000 ein 1,2-mal so hohes Volumengewicht wie mit 6.000, also 20 % mehr. Die Schwelle, ab der das Bruttogewicht zählt, steigt dadurch von rund 167 auf 200 kg/m³.

Welchen Divisor verwenden UPS, FedEx und andere Expressdienste?

UPS rechnet in Großbritannien mit 5.000 cm³/kg. In den USA nennt UPS die Faktoren 139 in³/lb (Daily Rates) und 166 in³/lb (Retail Rates); 139 entspricht etwa 5.022 cm³/kg, 166 liegt nahe bei 6.000 cm³/kg. Für FedEx, DHL Express und andere Anbieter gilt: Den aktuellen Divisor nennt der jeweilige Service Guide, und er kann je nach Produkt, Land und Vertrag abweichen.

Gibt es ein Volumengewicht auch in der Seefracht?

Ja, nach demselben Prinzip, aber mit anderem Maßstab. LCL-Sendungen (Sammelcontainer) werden nach dem W/M-Prinzip abgerechnet: 1 m³ gilt als gleichwertig mit 1.000 kg. Die Frachttonne ist der höhere Wert aus Kubikmetern und Tonnen. Das entspricht einem Divisor von 1.000 cm³/kg, ist aber formal eine eigene Regel und kein Divisor wie in der Luftfracht.

Warum wird mehr Gewicht berechnet, als angegeben war?

Carrier können Sendungen nachwiegen und nachmessen. Weichen die Werte von der Anmeldung ab, ändert sich die Abrechnung, und es können zusätzliche Kosten entstehen. Häufige Ursachen: Ausbeulungen, denn gemessen wird an der dicksten Stelle, dazu Paletten oder überstehende Ware, die bei der Anmeldung nicht mitgemessen wurden. Auch die Rundungsregeln für Maße und Gewicht unterscheiden sich je nach Carrier.

Wie lässt sich das Volumengewicht senken?

Ein Karton, der zur Ware passt und wenig Leerraum lässt, senkt das Volumengewicht direkt. Textilien und Bettwaren lassen sich vakuumverpacken, Möbel zerlegt und flach verpacken. Viele kleine Kartons können in einer Umverpackung zusammengefasst werden. Ist die Ware sehr leicht und nicht eilig, lohnt ein Vergleich mit Seefracht LCL. Wirksam ist das alles nur, solange das Volumengewicht über dem Bruttogewicht liegt.

Quellen

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