Kühlcontainer (Reefer) haben dieselben Außenmaße wie Standardcontainer: nach ISO 668 sind sie 6,058 m (20 Fuß) bzw. 12,192 m (40 Fuß) lang und 2,438 m breit, der 40-Fuß-High-Cube ist außen 2,896 m hoch. Innen steht jedoch deutlich weniger Raum zur Verfügung. Das Kühlaggregat sitzt an der Stirnwand und ragt in den Laderaum hinein, Wände und Decke sind isoliert, und der Boden ist ein T-Profil-Boden (T-Bar-Boden), also ein Boden mit T-Profilen für die Luftzirkulation. All das geht von den Innenmaßen ab.
Die Werte in diesem Leitfaden sind typische Angaben. Einzelne Container unterscheiden sich je nach Hersteller, Isolierung und Baujahr um einige Zentimeter. Beim Gewicht zählt immer die Tara (das Leergewicht), die auf der Containertür steht. Bleiben zwischen Ware und Grenzmaß weniger als etwa 5 cm, sollten Sie die Daten des vorgesehenen Containers bei der Reederei erfragen. Wie man Containermaße grundsätzlich liest, erklärt der Leitfaden Containermaße; alle Typen in einer sortierbaren Tabelle finden Sie unter Containerspezifikationen.
Kühlcontainer-Maße: 20 Fuß und 40 Fuß High Cube im Überblick
| Typ | Innenmaße L × B × H (cm) | Türöffnung B × H (cm) | Volumen | Tara | Max. Nutzlast | Zulässiges Gesamtgewicht |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 20-Fuß-Kühlcontainer (20RF) | 542,5 × 228,6 × 226,1 | 229 × 220 | 28,0 m³ | 3.080 kg | 27.400 kg | 30.480 kg |
| 40-Fuß-High-Cube-Kühlcontainer (40RH) | 1.158 × 229 × 250 | 229 × 250 | 67,0 m³ | 4.620 kg | 29.380 kg | 34.000 kg |
Das zulässige Gesamtgewicht in der Tabelle ergibt sich aus Tara plus Nutzlast. Die Reedereien geben für den 20-Fuß-Kühlcontainer meist 30.480 kg an (ONE, CMA CGM), bei einigen Hapag-Lloyd-Serien 32.000 kg. Für den 40-Fuß-High-Cube-Kühlcontainer nennen Hapag-Lloyd, ONE und CMA CGM übereinstimmend 34.000 kg. Beim Volumen handelt es sich um die branchenübliche Nennangabe, nicht um das exakte Produkt der drei Innenmaße.
Zum Vergleich die Spannen aus den Datenblättern der Reedereien: Die Tara liegt beim 20-Fuß-Kühlcontainer zwischen 2.810 und 3.010 kg, beim 40-Fuß-High-Cube zwischen 4.420 und 4.700 kg. Das Volumen wird mit 28,1 bis 28,6 m³ bzw. 67,5 bis 68 m³ angegeben.
Welche Größen es überhaupt gibt, zeigen die Flotten. Bei 40 Fuß ist der High Cube das Standardprodukt: CMA CGM führt Kühlcontainer in 20 Fuß, 40 Fuß High Cube und als 45-Fuß-Pallet-Wide, ONE bietet 20 Fuß und 40 Fuß High Cube an. Einen 40-Fuß-Kühlcontainer in Standardhöhe sieht der ISO-Typcode zwar vor (bei Hapag-Lloyd 42R1), in den Flotten ist er aber selten. Den 20-Fuß-Kühlcontainer führen Hapag-Lloyd und CMA CGM nur in Standardhöhe (außen 2,591 m); einen 20-Fuß-High-Cube-Kühlcontainer findet man im Angebot dieser beiden Reedereien nicht.
Der 45-Fuß-Kühlcontainer von CMA CGM (45’RH) ist ein High Cube in Pallet-Wide-Ausführung und auf Europaletten ausgelegt (Außenbreite 2.550 mm, 32 bzw. 33 Europaletten). Innen misst er 13.280 × 2.440 × 2.582 mm, das Volumen beträgt 83,7 m³, die durchschnittliche Tara 6.180 kg.
Kühlcontainer vs. Standardcontainer: wo der Platz verloren geht
Legt man die Tabellenwerte nebeneinander, wird sichtbar, an welcher Stelle der Kühlcontainer Raum abgibt:
| Vergleich | Länge | Breite | Höhe | Volumen | Tara |
|---|---|---|---|---|---|
| 20RF vs. 20-Fuß-Standardcontainer | −47,5 cm | −6,4 cm | −12,9 cm | 28,0 statt 33,2 m³ (−16 %) | +800 kg |
| 40RH vs. 40-Fuß-High-Cube | −45 cm | −6 cm | −20 cm | 67,0 statt 76,3 m³ (−12 %) | +740 kg |
Die Tara-Differenz bezieht sich auf die Tabellenwerte dieser Seite. Vergleicht man Kühl- und Standardcontainer derselben Reederei, liegt der Unterschied zwischen 510 und 790 kg.
Am meisten fehlt in der Länge, denn dort summieren sich Kühlaggregat und Isolierung. Breite und Höhe schrumpfen durch die isolierten Wände, die Decke und den T-Profil-Boden. Bei der Breite begrenzt die isolierte Wand, nicht die Tür: Die Türöffnung ist mit 229 cm mindestens so breit wie der Innenraum (228,6 bzw. 229 cm). Anders bei der Höhe des 20-Fuß-Kühlcontainers: Die Tür ist mit 220 cm rund 6 cm niedriger als der Innenraum (226,1 cm). Fährt der Stapler mit der Palette in den Container, müssen Ladung und Hubmast durch die Tür – maßgeblich ist dann die Türhöhe. Beim 40RH sind Tür und Innenraum in der Tabelle gleich hoch (250 cm); die Reedereien geben Türhöhen zwischen 2.502 und 2.569 mm an.
Die rote Ladelinie
An der Innenwand des Kühlcontainers markiert eine rote Ladelinie die maximale Stauhöhe, die für die Luftzirkulation frei bleiben muss. Über diese Linie darf nicht gestaut werden. Die Luft strömt oberhalb der Ware zum Aggregat zurück; liegt dort Ladung, wird der Rückweg versperrt. Die Luft zirkuliert dann schlecht, und die Temperatur verteilt sich ungleichmäßig über die Ladung.
Wie viel Höhe die Linie kostet, hängt von Reederei und Gerät ab:
- Hapag-Lloyd, 20 Fuß: Innenhöhe 2.255–2.267 mm, Ladelinie bei 2.155–2.184 mm – also etwa 8–10 cm unter der Decke.
- Hapag-Lloyd, 40 Fuß High Cube: Innenhöhe 2.525–2.540 mm, Ladelinie bei 2.420–2.425 mm – etwa 10–12 cm.
- CMA CGM: Die nutzbare Höhe („Height usable for cargo“) beträgt beim 20’RF 2.158 mm bei 2.273 mm Innenhöhe (etwa 11,5 cm Abstand), beim 40’RH 2.394 mm bei 2.557 mm Innenhöhe (etwa 16 cm).
Entsprechend weist CMA CGM neben dem Nennvolumen ein nutzbares Volumen aus: 27,3 statt 28,6 m³ beim 20’RF und 64,9 statt 68 m³ beim 40’RH.
Boden und freie Flächen
Durch die Kanäle des T-Profil-Bodens strömt die Zuluft unter die Ware und steigt von dort durch die Ladung nach oben. Die Enden der Kanäle dürfen nicht zugestellt werden, und hinter dem Ende des T-Profil-Bodens wird keine Ware gestaut.
Ebenso wichtig ist eine lückenlos belegte Bodenfläche. Wo der Boden frei bleibt, nimmt die Luft den kürzesten Weg an der Ware vorbei, und die Wärme der Ladung wird nicht abgeführt. Freie Bodenflächen deckt man deshalb mit Karton oder ähnlichem Material ab. Direkt an der Stirnwand vor dem Aggregat darf kein Boden frei bleiben.
Tara, Nutzlast und VGM beim Kühlcontainer
Kühlaggregat und Isolierung machen den Kühlcontainer schwerer. Nach den Tabellenwerten wiegt der 20-Fuß-Kühlcontainer 800 kg mehr als der 20-Fuß-Standardcontainer, der 40RH 740 kg mehr als der 40-Fuß-High-Cube; bei gleicher Reederei beträgt der Unterschied 510 bis 790 kg. Spürbar wird das vor allem im Straßenvorlauf: Das zulässige Gesamtgewicht des Sattelzugs bleibt gleich, also sinkt die mögliche Ladungsmenge genau um das Mehrgewicht des Containers. Nach der EU-Richtlinie 96/53/EG sind im kombinierten Verkehr mit Containern 44 t zulässig (dreiachsige Zugmaschine mit zwei- oder dreiachsigem Sattelauflieger), für andere Fahrzeugkombinationen mit fünf oder sechs Achsen 40 t.
Für die bestätigte Bruttomasse (Verified Gross Mass, VGM) gibt es zwei Wege. Nach Methode 1 wird der fertig beladene Container auf einer geeichten Waage gewogen. Nach Methode 2 werden Ware, Verpackung, Paletten, Stausäcke, Kanthölzer und Ladungssicherungsmaterial gewogen und die Tara des Containers hinzugerechnet – und zwar die Tara, die auf der Tür des konkreten Containers steht. Wer hier die Tara eines Standardcontainers ansetzt, meldet eine um mehrere hundert Kilogramm zu niedrige VGM.
Auch innerhalb einer Reederei schwankt die Tara. Hapag-Lloyd führt 20-Fuß-Kühlcontainer für Lebensmittel in vier Serien mit 2.770 bis 2.920 kg, beim 40-Fuß-High-Cube reicht die Spanne einschließlich der Serien mit kontrollierter Atmosphäre von 4.300 bis 4.800 kg. Ein Tabellenwert ersetzt daher nicht den Blick auf die Tür.
Das zulässige Gesamtgewicht des einzelnen Containers steht auf dem CSC-Schild (Convention for Safe Containers), dem Sicherheits-Zulassungsschild am Container, als „Maximum Operating Gross Mass“; eine Tara ist dort nicht vermerkt. Gesamtgewicht und Tara finden sich zusätzlich in der Außenbeschriftung. Mehr zu Gewichtsgrenzen auf See und Straße im Leitfaden Containergewichte und VGM.
Wie viele Paletten passen in einen Kühlcontainer?
In einer Lage auf dem Boden:
| Typ | Europalette (120 × 80 cm) | Industriepalette (120 × 100 cm) |
|---|---|---|
| 20-Fuß-Kühlcontainer | 10 | 9 |
| 40-Fuß-High-Cube-Kühlcontainer | 23 | 20 |
Die Zahlen gelten für eine Lage und zwei Reihen mit gemischter Ausrichtung. Im 20RF (542,5 × 228,6 cm) steht eine Reihe Europaletten quer, also mit der 120-cm-Seite über die Breite: 542,5 geteilt durch 80 ergibt 6 Paletten. Die zweite Reihe steht längs, die 80-cm-Seite über die Breite: 542,5 geteilt durch 120 ergibt 4. Zusammen sind das 10 Europaletten, die beiden Reihen belegen 200 cm der 228,6 cm Breite. Bei Industriepaletten kommen quer 5 (542,5 geteilt durch 100) und längs 4 zusammen, also 9 bei 220 cm Reihenbreite. Im 40RH (1.158 × 229 cm) ergibt dieselbe Rechnung 14 + 9 = 23 Europaletten und 11 + 9 = 20 Industriepaletten.
Doppelt gestapelte Paletten sind nur möglich, wenn der ganze Stapel unter der Ladelinie bleibt. Im 20-Fuß-Kühlcontainer ist dafür weniger Luft als im Standardcontainer: Die Innenhöhe beträgt 226,1 statt 239 cm, und davon geht noch der Abstand zur Ladelinie ab. Die Rechenwege für alle Containertypen erklärt der Leitfaden Paletten pro Container.
Temperatur, Frischluft und Stromversorgung
Welche Solltemperatur (Set Point) ein Kühlcontainer halten kann, legt jede Reederei für ihre Geräte fest. Hapag-Lloyd gibt −40 °C bis +30 °C an, und zwar bei Außentemperaturen bis 50 °C. Bei CMA CGM liegt der übliche Bereich bei −25 °C bis +25 °C; Werte außerhalb stimmt man mit dem örtlichen Büro ab. Gefrierware wird in der Regel bei −20 °C oder kälter transportiert, fettreiche Produkte noch kälter. Die Vorgaben unterscheiden sich allerdings von Land zu Land.
Ein Kühlcontainer ist dafür gebaut, eine Temperatur zu halten, nicht, Ware herunterzukühlen. Die Ware muss deshalb schon beim Beladen die richtige Temperatur haben: Gefrierware wird vorgefroren, Kühlware vorgekühlt. Eine Vorkühlung des Containers selbst ist nur sinnvoll, wenn er direkt an einer abgedichteten Kühlhausrampe beladen wird.
Die Einstellung der Frischluftzufuhr (m³/h) richtet sich nach der Ware. Obst und Gemüse atmen weiter: Sie geben Wärme, CO₂ und Ethylen ab und verbrauchen Sauerstoff, deshalb braucht diese Ware eine passend eingestellte Frischluftzufuhr. Bei sonstiger Kühlware wird sie nach Bedarf eingestellt, bei Gefrierware bleibt sie geschlossen. Für Obst und Gemüse gibt es außerdem den CA-Container (Controlled Atmosphere): Sensoren messen O₂ und CO₂, eine automatische Belüftung regelt die Zusammensetzung der Luft (bei Hapag-Lloyd z. B. ExtraFresh).
An Land und an Bord werden Kühlcontainer mit 380 V / 50 Hz bis 460 V / 60 Hz versorgt. Angeschlossen wird über einen 32-A-Stecker nach CEE, vierpolig mit drei Phasen und Schutzleiter (ISO 1496-2 Annex M). Im Landtransport liefert ein Genset (Stromaggregat für Kühlcontainer) den Strom. An Bord wird der Container gleich nach dem Verladen eingesteckt und erst kurz vor dem Löschen wieder getrennt, damit die Zeit ohne Strom möglichst kurz bleibt. Vor jeder Verschiffung durchläuft das Kühlaggregat eine Pre-Trip-Inspection (PTI), bei der es geprüft und gewartet wird.
Typische Fehler bei der Planung
- Mit Maßen des Standardcontainers rechnen: Nach Volumen fehlen beim 20-Fuß-Kühlcontainer rund 15,7 % (etwa ein Sechstel), beim 40-Fuß-High-Cube rund 12,2 % (etwa ein Achtel). Ein Teil der geplanten Ladung bleibt dann an der Rampe stehen.
- Bis unter die Decke stauen: Ware über der roten Ladelinie versperrt den Rückweg der Luft. Die Zirkulation leidet, und die Temperatur in der Ladung wird ungleichmäßig.
- Die Türhöhe übersehen: Beim 20RF ist die Tür mit 220 cm niedriger als der Innenraum. Was unter die Innenhöhe passt, kommt deshalb nicht unbedingt durch die Tür.
- Die VGM mit der Tara eines Standardcontainers melden: Der Kühlcontainer ist mehrere hundert Kilogramm schwerer. Maßgeblich ist die Tara auf der Tür.
- Freie Bodenflächen lassen: Die Luft strömt an der Ware vorbei, statt ihr die Wärme zu entziehen. Lücken im Boden deshalb abdecken.
Kühlcontainer im Laderechner durchspielen
Mit dem Container-Laderechner können Sie die Beladung eines Kühlcontainers in 3D nachstellen. Die folgenden Links öffnen ihn mit den Werten aus der Tabelle: 20-Fuß-Kühlcontainer (20RF) im Laderechner und 40-Fuß-High-Cube-Kühlcontainer (40RH) im Laderechner.
Voreingestellt sind die Innenmaße, die maximale Nutzlast und die Türöffnung. Ihre Kartons geben Sie selbst ein. Der Rechner prüft zunächst, welche Packstücke durch die Tür passen, und zeigt dann, wie viele sich laden lassen und ob Volumen, Gewicht oder Stückzahl die Beladung begrenzt. Tara, zulässiges Gesamtgewicht und Ladelinie kennt der Rechner nicht. Ziehen Sie deshalb den Abstand zur Ladelinie selbst von der Innenhöhe ab. Das Volumen berechnet der Rechner aus den Innenmaßen; beim 40RH kommt er so auf 66,30 m³ statt der Nennangabe von 67,0 m³.
Wenn Sie zuerst das Gesamtvolumen Ihrer Sendung ermitteln möchten, hilft der CBM-Rechner. Seine Containerempfehlung umfasst allerdings nur die vier Standardtypen (20 Fuß, 40 Fuß, 40 Fuß High Cube, 45 Fuß High Cube), keine Kühlcontainer. Den Abgleich mit einem Kühlcontainer machen Sie anhand der Tabelle oben.
Welche Innenmaße hat ein 20-Fuß-Kühlcontainer?
Ein 20-Fuß-Kühlcontainer (20RF) misst innen typischerweise 542,5 × 228,6 × 226,1 cm (L × B × H), die Türöffnung beträgt 229 × 220 cm und das Volumen 28,0 m³. Gegenüber dem 20-Fuß-Standardcontainer fehlen damit rund 47 cm Länge, 6 cm Breite und 13 cm Höhe. Die Werte sind Richtwerte; einzelne Container weichen je nach Hersteller und Baujahr um einige Zentimeter ab.
Welche Maße hat ein 40-Fuß-Kühlcontainer?
Der übliche 40-Fuß-Kühlcontainer ist ein High Cube (40RH). Er misst innen etwa 1.158 × 229 × 250 cm, die Türöffnung beträgt 229 × 250 cm, das Nennvolumen 67,0 m³. 40-Fuß-Kühlcontainer in Standardhöhe gibt es laut ISO-Typcode ebenfalls, in den Flotten der Reedereien sind sie aber selten. Wer mit einem solchen Container plant, sollte die Maße des konkreten Geräts bei der Reederei erfragen.
Wie schwer ist ein Kühlcontainer leer?
Als typisches Leergewicht (Tara) gelten 3.080 kg für den 20-Fuß-Kühlcontainer und 4.620 kg für den 40-Fuß-High-Cube-Kühlcontainer. Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 30.480 kg bzw. 34.000 kg. Kühlcontainer sind damit einige hundert Kilogramm schwerer als Standardcontainer gleicher Länge (Tabellenwerte: 800 kg beim 20-Fuß- und 740 kg beim 40-Fuß-High-Cube). Bei den Reedereien reicht die Tara von 2.810 bis 3.010 kg (20 Fuß) und von 4.420 bis 4.700 kg (40 Fuß HC). Für die VGM gilt die Tara, die auf der Tür des jeweiligen Containers angegeben ist.
Wie viele Europaletten passen in einen Kühlcontainer?
Auf dem Boden eines 20-Fuß-Kühlcontainers finden in einer Lage 10 Europaletten oder 9 Industriepaletten Platz, in einem 40-Fuß-High-Cube-Kühlcontainer 23 Europaletten oder 20 Industriepaletten. Das setzt zwei Reihen mit gemischter Ausrichtung voraus. Doppelt gestapelt werden darf nur, wenn der Stapel unterhalb der roten Ladelinie bleibt.
Kann man einen Kühlcontainer mit den Maßen eines Standardcontainers planen?
Nein. Außen sind beide gleich groß, innen nehmen Kühlaggregat, Isolierung und T-Profil-Boden Platz weg. Beim 20-Fuß-Container fehlen rund 15,7 % des Volumens (28,0 statt 33,2 m³, etwa ein Sechstel), beim 40-Fuß-High-Cube rund 12,2 % (67,0 statt 76,3 m³, etwa ein Achtel). Hinzu kommt die rote Ladelinie unter der Decke, über die nicht gestaut werden darf.
Welche Temperaturen schafft ein Kühlcontainer?
Das hängt von Reederei und Gerät ab. Hapag-Lloyd gibt für seine Kühlcontainer Solltemperaturen von −40 °C bis +30 °C an, die auch bei bis zu 50 °C Außentemperatur gehalten werden. CMA CGM nennt üblicherweise −25 °C bis +25 °C und verweist für Werte außerhalb auf das örtliche Büro. Der Kühlcontainer hält die Temperatur, kühlt die Ware aber nicht herunter: Gefrierware wird vor dem Beladen vorgefroren, Kühlware vorgekühlt.
Welchen Stromanschluss braucht ein Kühlcontainer?
Kühlcontainer laufen an Land und an Bord mit 380 V / 50 Hz bis 460 V / 60 Hz über einen 32-A-Stecker (CEE, vierpolig: drei Phasen und Schutzleiter, nach ISO 1496-2 Annex M). Im Vor- und Nachlauf auf der Straße übernimmt ein Genset, also ein Stromaggregat für Kühlcontainer, die Versorgung.