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Was ist cbm? Kubikmeter in der Fracht einfach erklärt

cbm steht für Kubikmeter: Berechnung aus L × B × H, warum Reedereien und Airlines nach Volumen abrechnen und wie daraus das frachtpflichtige Gewicht wird.

Aktualisiert: 2026-09-26

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Wer zum ersten Mal ein Frachtangebot liest, stößt schnell auf die Abkürzung cbm. Sie steht für cubic meter, also Kubikmeter – die Einheit, in der Reedereien, Airlines und Speditionen den Platz messen, den eine Sendung im Container, im Lkw oder im Frachtraum eines Flugzeugs belegt. Dieser Leitfaden erklärt die Bedeutung von cbm, wie man es berechnet und wie aus dem Volumen am Ende der Betrag auf der Rechnung wird.

Was bedeutet cbm?

Ein cbm ist ein Kubikmeter: 1 cbm = 1 m³, das Volumen eines Würfels mit 1 m Kantenlänge, umgerechnet 1.000.000 cm³. Das Maß sagt nichts über das Gewicht aus. Ein Kubikmeter Daunenjacken und ein Kubikmeter Stahlteile belegen denselben Raum, wiegen aber völlig unterschiedlich.

Genau diese Trennung zwischen Raum und Masse ist der Grund, warum die Branche mit cbm rechnet. Container, Lkw-Ladeflächen und Frachträume von Flugzeugen sind sowohl im Gewicht als auch im Volumen begrenzt, und bei leichter Ware ist der Platz oft lange vor der Gewichtsgrenze erschöpft. Würde nur nach Kilogramm abgerechnet, belegte sperrige, leichte Ware Laderaum, ohne dass er angemessen bezahlt würde. Deshalb braucht es eine eigene Einheit für den belegten Raum.

In der Praxis ist der cbm-Wert die Ausgangsgröße für fast jedes Angebot:

  • LCL (Sammelcontainer): Berechnet wird der höhere Wert aus Volumen und Gewicht.
  • Containerplanung: Aus dem Gesamtvolumen ergibt sich, wie viele Container nötig sind.
  • LCL oder FCL: Das Volumen entscheidet mit, ob sich ein eigener Container lohnt.
  • Frachtpflichtiges Gewicht (Chargeable Weight): Zusammen mit dem Gewicht legt das Volumen fest, welcher Wert abgerechnet wird.

Bei FCL (Vollcontainer) wird dagegen pauschal pro Container abgerechnet, eine Umrechnung des Volumens findet dort nicht statt.

cbm berechnen: Formel und Messregeln

Die Formel ist einfach. Mit Maßen in Metern gilt:

cbm = Länge (m) × Breite (m) × Höhe (m) × Anzahl

Liegen die Maße in Zentimetern vor, rechnet man:

cbm = Länge × Breite × Höhe (in Zentimetern) × Anzahl ÷ 1.000.000

Umfasst eine Sendung mehrere Kartongrößen, wird das Volumen je Position berechnet und anschließend addiert. Die Summe ist das Gesamtvolumen der Sendung.

cbm messen: Außenmaße L × B × H des versandfertigen KartonsL = 60 cmH = 40 cmB = 40 cmcbm = L × B × H × Anzahl0,60 m × 0,40 m × 0,40 m= 0,096 m³ je Karton× 100 Kartons = 9,6 cbm
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Gemessen wird die versandfertige Ware

Reedereien, Airlines und Speditionen messen die Sendung so, wie sie übergeben wird: mit Karton, Palette, Stretchfolie und Umverpackung. Die Produktmaße aus dem Datenblatt und das Nettogewicht spielen für die Frachtberechnung keine Rolle. Ein Artikel mit 58 × 38 × 38 cm kommt verpackt schnell auf 60 × 40 × 40 cm oder mehr – und genau dieser Wert zählt.

Einheiten vor dem Multiplizieren vereinheitlichen

Auf Packlisten stehen nicht selten Zentimeter, Millimeter und Zoll nebeneinander. Wird auch nur ein Maß nicht umgerechnet, stimmt das Ergebnis nicht mehr: Liest man ein Maß in Millimetern als Zentimeter, ist das Volumen zehnmal zu groß, bei allen drei Maßen sogar 1.000-mal. Ein Zollwert, der als Zentimeter durchgeht, verfälscht das Ergebnis um den Faktor 2,54 je Maß. Deshalb zuerst alle Maße in eine Einheit bringen und erst dann multiplizieren.

cbm gängiger Packstücke

Packstück (cm)cbm je Stückcbm je 100 Stück
Karton 30 × 20 × 200,0121,2
Karton 40 × 30 × 300,0363,6
Karton 50 × 40 × 300,0606,0
Karton 60 × 40 × 400,0969,6
Karton 60 × 50 × 400,12012,0
Beladene Palette 120 × 100 × 1501,800180,0

Die Grundfläche in der letzten Zeile entspricht der Industriepalette (1.200 × 1.000 mm), die Höhe von 150 cm schließt die Beladung ein. Die Europalette misst dagegen 800 × 1.200 mm. Welche Palettenmaße es gibt, zeigt der Leitfaden zu Standard-Palettengrößen.

Bei der Palettierung zählen Palettenhöhe und Leerräume im Ladungsbild mit zum gemessenen Volumen. Gerade kleine Sendungen können dadurch nach dem Palettieren deutlich mehr cbm haben als die Kartons allein. Wie stark der Zuwachs ausfällt, hängt von der jeweiligen Ware ab.

Rechenbeispiel: 100 Kartons

Nehmen wir an, ein Lieferant stellt 100 Kartons mit je 60 × 40 × 40 cm und 8 kg bereit.

  • Volumen je Karton: 60 × 40 × 40 cm = 96.000 cm³ = 0,096 m³
  • Gesamtvolumen: 100 × 0,096 m³ = 9,6 cbm
  • Bruttogewicht: 100 × 8 kg = 800 kg

Im Sammelcontainer rechnet die Spedition nach dem W/M-Prinzip (Weight or Measure): 1 m³ gilt als gleichwertig mit 1.000 kg. Abgerechnet wird pro Frachttonne (W/M), und zwar der höhere Wert aus Kubikmetern und Tonnen. Ware, die schwerer als 1.000 kg pro m³ ist, wird folglich nach Gewicht berechnet.

Für das Beispiel heißt das: 9,6 cbm stehen 0,8 t gegenüber, abgerechnet werden also 9,6 Frachttonnen. Das entspricht 9.600 kg und damit dem Zwölffachen des tatsächlichen Gewichts von 800 kg. Die Sendung ist sperriges Gut im klassischen Sinn – Ware, die nach Volumen abgerechnet wird.

Das Beispiel lässt sich im cbm-Rechner mit denselben Werten nachvollziehen: Er zeigt 9,60 m³, 800 kg und einen 20-Fuß-Container, der zu etwa 29 % ausgelastet wäre. Für eigene Sendungen geben Sie Ihre Maße direkt im cbm-Rechner ein.

Wo cbm die Rechnung erhöht

Die Formel ist schnell angewendet. Teurer als erwartet wird es meist an drei Stellen.

Mindestfracht im Sammelcontainer

Im LCL-Verkehr ist eine Mindestfracht von 1 cbm (1 Frachttonne) üblich. Eine Sendung mit 0,3 cbm kostet dann in der Seefracht genauso viel wie eine mit 0,9 cbm. In manchen Regionen liegt das Minimum auch bei 3 cbm. Ob es je Sendung oder je Position greift und wie hoch es ist, legt die Spedition fest, die den Sammelcontainer zusammenstellt – daher im Angebot auf den Posten „Minimum“ oder „Min. Charge“ achten.

Wer regelmäßig Mengen unter 1 cbm verschickt, sollte mehrere Bestellungen als Sammelgut zu einer Buchung zusammenfassen. So fällt das Minimum nicht bei jeder Teilsendung erneut an. Vorab klären: Gilt die Mindestfracht pro Position, bringt die Bündelung weniger.

Gleiches Volumen, unterschiedliches Gewicht je Verkehrsträger

Luftfracht und Express rechnen das Volumen über einen Divisor in ein Volumengewicht um:

  • Luftfracht: cm³ ÷ 6.000 = kg. Die IATA beschreibt diesen Divisor als allgemeine Regel. Ab einer Dichte von etwa 167 kg/m³ wird nach tatsächlichem Gewicht abgerechnet, darunter nach Volumen.
  • Express: cm³ ÷ 5.000 = kg, entsprechend 200 kg/m³. UPS in Großbritannien nennt diesen Divisor; UPS in den USA rechnet in Zoll und Pfund mit den Faktoren 139 bzw. 166.
  • Seefracht (LCL): 1 m³ = 1.000 kg nach dem W/M-Prinzip.

Ein Kubikmeter wird damit in der Seefracht mit 1.000 kg angesetzt, im Express mit 200 kg und in der Luftfracht mit etwa 167 kg. Divisor (cm³ je kg) und Dichte (kg je m³) verhalten sich dabei umgekehrt zueinander: Je kleiner der Divisor, desto höher das angesetzte Gewicht pro Kubikmeter.

Gleiche Sendung mit 9,6 cbm: frachtpflichtiges Gewicht je Verkehrsträger9,6 cbm, 800 kg brutto – frachtpflichtiges Gewicht je VerkehrsträgerBruttogewicht800 kgLuftfracht (÷ 6.000)1.600 kgExpress (÷ 5.000)1.920 kgSeefracht 1:1.0009.600 kg
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Für die 100 Kartons aus dem Beispiel (9.600.000 cm³) ergibt sich:

  • Bruttogewicht: 800 kg
  • Luftfracht: 9.600.000 ÷ 6.000 = 1.600 kg
  • Express: 9.600.000 ÷ 5.000 = 1.920 kg
  • Seefracht: 9,6 Frachttonnen, entsprechend 9.600 kg

Bei allen drei Verkehrsträgern liegt das Volumengewicht über dem Bruttogewicht, frachtpflichtig ist also jeweils das Volumen. Das Aufrunden auf die nächsten 0,5 kg in Luftfracht und Express ändert hier nichts, weil die Werte bereits ganze Zahlen sind. Wie Divisor und frachtpflichtiges Gewicht im Detail zusammenhängen, erklärt der Leitfaden zum frachtpflichtigen Gewicht. Im Rechner für das frachtpflichtige Gewicht lässt sich dieselbe Sendung zwischen Luftfracht, Express und Seefracht umschalten.

Dass die Seefracht trotz des höchsten angesetzten Gewichts meist günstiger ist, liegt an den Raten: Jeder Verkehrsträger hat eine eigene Berechnungsgrundlage und einen eigenen Preis pro kg. Für sperrige, leichte Ware spricht das in der Regel für den Seeweg und gegen die Luftfracht. Vergleichbar werden die Kosten daher erst, wenn man das jeweilige frachtpflichtige Gewicht mit der Rate multipliziert.

Nachmessung im Lager

Der im Angebot gemeldete cbm-Wert muss nicht mit dem übereinstimmen, was beim Wareneingang in der CFS (Container Freight Station) oder im Lager der Spedition gemessen wird, die die Sammelladung zusammenstellt. Dort wird mit Maßband oder automatischen Vermessungsanlagen nachgemessen. Weicht das Ergebnis ab, folgt eine Nachberechnung, etwa per Belastungsanzeige (Debit Note).

Hinzu kommt die Rundung der Maße, die je nach Anbieter unterschiedlich geregelt ist. Korean Air rundet anhand der ersten Nachkommastelle auf den nächsten ganzen Zentimeter, also auf- oder abwärts. UPS in Großbritannien nennt auf derselben Seite sowohl die Rundung auf die nächste ganze Zahl als auch das Aufrunden auf den nächsten Zentimeter. Der Unterschied je Karton ist klein, summiert sich aber mit der Zahl der Kartons.

Faustregel aus der Praxis: Wer Kosten auf Basis eigener Messungen schätzt, plant etwa 3–5 % Puffer ein. Belegt ist dieser Wert nicht, er beruht auf Erfahrung.

Praxisbeispiel: Sammelbestellung aus drei Lieferanten

Ein Händler, der über Amazon FBA verkauft, bezieht dieselbe Ware von drei Lieferanten, je 140 Kartons, insgesamt 420 Kartons. Jeder Karton misst 45 × 35 × 30 cm und wiegt 9 kg.

  • Volumen je Karton: 45 × 35 × 30 cm = 47.250 cm³ = 0,04725 m³
  • Je Lieferant: 140 Kartons = 6,615 m³ und 1.260 kg
  • Gesamt: 420 Kartons = 19,845 m³ (rund 19,8 cbm) und 3.780 kg

Das Volumen übersteigt das Gewicht in Tonnen deutlich (19,845 gegenüber 3,78), abgerechnet wird also nach cbm. Bei einer angenommenen LCL-Rate von 55 USD je Frachttonne – ein Rechenbeispiel, kein Marktpreis – ergibt sich 19,845 × 55 USD = 1.091,48 USD, also rund 1.090 USD. Das gilt nur für den Seetransport; CFS-Gebühren, Terminal Handling und weitere Kosten im Abgangs- und Bestimmungshafen kommen hinzu.

Laufen die drei Bestellungen (Purchase Order, PO) als getrennte Sendungen, fallen Fixkosten wie Dokumentationsgebühr (Documentation Fee) und Abfertigung im Abgangsland dreimal an. Werden sie als eine Sendung gebucht, nur einmal. Mit 19,8 cbm lohnt es sich außerdem, einen eigenen 20-Fuß-Container zu prüfen. Für den gesamten Auftrag im cbm-Rechner ergibt sich ein 20-Fuß-Container mit etwa 60 % Auslastung.

Das Nennvolumen eines 20-Fuß-Containers liegt bei 33,2 m³ (Wert des Rechners und von Hapag-Lloyd; ONE nennt 33,1 m³). Mit Kartonware lassen sich erfahrungsgemäß etwa 25–28 cbm tatsächlich verladen, eine verbindliche Quelle gibt es dafür nicht. Die 19,8 cbm passen damit vollständig hinein, und es bleibt Platz. Die Norm ISO 668 legt Außenmaße, Mindest-Innenmaße und das zulässige Gesamtgewicht der Container fest. Die Nennvolumina der Reedereien liegen deshalb nahe beieinander, sind aber nicht völlig identisch.

Ab welchem Volumen sich ein Vollcontainer gegenüber dem Sammelcontainer rechnet, erklärt der Vergleich FCL vs. LCL. Warum weniger in einen Container passt, als das Nennvolumen verspricht, zeigt der Leitfaden cbm pro Container. Allgemein gilt: Wer die cbm mehrerer Bestellungen früh zusammenzählt, kann rechtzeitig zwischen Express, Sammelcontainer und eigenem Container wählen.

Wenn L × B × H nicht reicht

Bei manchen Sendungen führt die einfache Formel zu einem zu niedrigen Wert.

  • Unregelmäßig geformte Ware: Gemessen werden die Außenmaße (größte Länge × Breite × Höhe) einschließlich aller überstehenden Teile. Daraus ergibt sich ein gedachter Quader, und auch der Leerraum darin wird berechnet. Typische Fälle sind Maschinen mit abstehendem Hebel, aufgerollte Teppiche oder Fahrräder.
  • Weiche, prall gefüllte Kartons: Überfüllte Kartons mit Textilien messen oft mehr als ihr Nennmaß, etwa 62–63 cm statt 60 cm. Über viele Kartons kann das Volumen dadurch um einige Prozent steigen.
  • Skids und Kisten: Die Höhe eines Skid (Kufengestell ohne Bodenbretter) und die Wandstärke einer Kiste zählen zu den gemessenen Außenmaßen. Abgerechnet wird also die Kiste, nicht ihr Inhalt. Wie sich die Wahl der Verpackung auf die Kosten auswirkt, beschreibt der Leitfaden zum Volumengewicht.
  • Lange und hohe Güter: Übersteigen Länge oder Höhe die Grenzen des jeweiligen Tarifs, können neben dem cbm-Wert Zuschläge für Übermaß oder ein Längenzuschlag (Overlength Charge) anfallen. Die Grenzwerte legt jeder Tarif selbst fest.
  • Langgut ab 6 m: Ein 6 m langes Teil ist länger als der Innenraum eines 20-Fuß-Containers (etwa 5,9 m). Es passt nur in einen 40-Fuß-Container oder eine seiner Varianten mit etwa 12,0 m Innenlänge.

cbm für die eigene Sendung berechnen

Der cbm-Rechner nimmt bis zu 20 Positionen mit unterschiedlichen Maßen auf. Er zeigt das Gesamtvolumen in cbm und Kubikfuß (ft³), das Bruttogewicht sowie das Volumengewicht für Luftfracht, Express und Seefracht. Außerdem ermittelt er, wie viele Container der vier gängigen Typen nötig sind: 20 Fuß DC, 40 Fuß DC, 40 Fuß HC und 45 Fuß HC. Frachtraten und einen Vergleich des frachtpflichtigen Gewichts bietet er nicht.

Wie aus Volumen und Gewicht der abgerechnete Wert wird, erklärt als nächster Schritt der Leitfaden zum frachtpflichtigen Gewicht.

Was bedeutet cbm?

cbm (oft auch CBM geschrieben) steht für cubic meter, also Kubikmeter. 1 cbm entspricht 1 m³, dem Volumen eines Würfels mit 1 m Kantenlänge, und damit 1.000.000 cm³. In der Seefracht ist cbm neben dem Gewicht die Grundlage der LCL-Abrechnung nach dem W/M-Prinzip.

Wie berechnet man cbm aus Maßen in Zentimetern?

Länge × Breite × Höhe in Zentimetern ergibt das Volumen in cm³; geteilt durch 1.000.000 erhält man Kubikmeter, anschließend wird mit der Anzahl der Packstücke multipliziert. Ein Karton mit 60 × 40 × 40 cm hat 96.000 cm³, also 0,096 m³. 100 dieser Kartons ergeben 9,6 cbm.

Wie viel kg entspricht 1 cbm in der Seefracht?

Bei LCL-Sendungen gilt nach dem W/M-Prinzip 1 m³ als gleichwertig mit 1.000 kg. Abgerechnet wird pro Frachttonne, und zwar der höhere Wert aus Kubikmetern und Tonnen. Ware, die schwerer als 1.000 kg pro m³ ist, wird deshalb nach Gewicht berechnet, leichtere nach Volumen.

Wie viele cbm passen in einen 20-Fuß-Container?

Das Nennvolumen eines 20-Fuß-Standardcontainers liegt bei 33,2 m³ (Hapag-Lloyd; ONE gibt 33,1 m³ an). Mit Kartonware lassen sich in der Praxis erfahrungsgemäß etwa 25–28 cbm verladen – das ist ein Richtwert ohne verbindliche Quelle. Palettierte Ware nutzt den Raum schlechter, die ladbare Menge sinkt entsprechend.

Gibt es bei LCL ein Mindestvolumen?

Üblich ist eine Mindestfracht von 1 cbm (1 Frachttonne): Auch 0,3 cbm werden dann wie 1 cbm abgerechnet. Je nach Region und Anbieter kommen auch 3 cbm als Minimum vor, und ob das Minimum je Sendung oder je Position gilt, unterscheidet sich ebenfalls. Maßgeblich ist der Posten „Minimum“ oder „Min. Charge“ im Angebot. Wer regelmäßig kleine Mengen verschickt, fasst mehrere Bestellungen besser zu einer Buchung zusammen.

Ist cbm dasselbe wie Volumengewicht?

Nein. cbm ist das Volumen selbst. Das Volumengewicht ist ein rechnerisches Gewicht in kg, das aus dem Volumen mit einem Divisor ermittelt wird: in der Luftfracht cm³ geteilt durch 6.000, im Expressversand cm³ geteilt durch 5.000, in der Seefracht 1 m³ = 1.000 kg. Ein Kubikmeter entspricht damit etwa 167 kg in der Luftfracht, 200 kg im Express und 1.000 kg in der Seefracht.

Misst man die Produktmaße oder die Verpackung?

Maßgeblich sind die Außenmaße im versandfertigen Zustand, also inklusive Karton, Palette, Folie und Umverpackung. Die Maße aus dem Produktdatenblatt reichen nicht: Aus einem Artikel mit 58 × 38 × 38 cm wird verpackt schnell ein Karton mit 60 × 40 × 40 cm oder mehr.

Wie rechnet man cbm in Kubikfuß um?

1 m³ entspricht 35,3147 Kubikfuß (cubic feet, ft³). Die Einheit spielt vor allem bei Sendungen in die USA eine Rolle, wo Speditionen und Paketdienste in Zoll und Kubikfuß rechnen.

Quellen

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