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cbm in CFT umrechnen: Kubikfuß-Tabelle für US-Sendungen

1 cbm = 35,315 Kubikfuß (ft³). Formel, Umrechnungstabelle in beide Richtungen und welche Einheit Seefracht, US-LTL und US-Lager jeweils verwenden.

Aktualisiert: 2026-09-26

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Wer Ware per Seefracht in die USA schickt, bekommt es mit zwei Volumeneinheiten zu tun. Bis zum Zielhafen wird in Kubikmetern (cbm) gerechnet – im Angebot, in der Packliste, auf dem Bill of Lading und im LCL-Tarif. Ab dem Hafen übernehmen US-Lkw und US-Lager, die in Kubikfuß rechnen (cubic feet, ft³, im Handel oft „CFT“). In der deutschen Logistikpraxis kommt der Kubikfuß so gut wie nicht vor. Gebraucht wird die Umrechnung, sobald eine Sendung in den USA weiterläuft: beim US-LTL-Transport, bei der Einlagerung oder bei der Prüfung einer US-Rechnung.

Dieser Leitfaden enthält den Umrechnungsfaktor, eine Tabelle für häufige Werte, zwei Faustregeln zum Kopfrechnen und die Stellen, an denen die Umrechnung in der Praxis schiefgeht.

Umrechnungsfaktor: 1 m³ = 35,315 ft³

Ein Fuß misst genau 30,48 cm. Daraus folgt: 1 Kubikmeter entspricht 35,3147 Kubikfuß, gerundet 35,315. Umgekehrt ist 1 ft³ = 0,0283168 m³.

ft³ = m³ × 35,315

m³ = ft³ ÷ 35,315

Zwei Beispiele. Eine Sendung von 2,4 m³ ergibt 2,4 × 35,315 = 84,76 ft³. Nennt ein US-Lager 120 ft³, sind das 120 ÷ 35,315 = 3,40 m³.

1 m³ und 1 ft³ im selben Maßstab1 cbm (1 m³)1 m × 1 m × 1 m1 CFT (Kante 30,48 cm)1 cbm = 35,315 CFT1 CFT = 0,0283 cbm
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Anschaulich: Ein Kubikfuß ist ein Würfel mit 30,48 cm Kantenlänge. Gut 35 davon füllen einen Kubikmeter.

Umrechnungstabelle cbm ↔ Kubikfuß

Die linke Hälfte rechnet Kubikmeter in Kubikfuß um, die rechte Kubikfuß in Kubikmeter. Die beiden Hälften sind unabhängig voneinander: Werte in derselben Zeile gehören nicht zusammen.

m³→ ft³ft³→ m³
0,517,7100,28
135,3250,71
270,6501,42
5176,61002,83
10353,12507,08
20706,350014,16
33,2 (20 Fuß)1.1721.00028,32
67,7 (40 Fuß)2.3902.00056,63
76,3 (40 Fuß HC)2.6943.00084,95

Die drei Containerzeilen geben das Nennvolumen an, das die Reederei Hapag-Lloyd für ihre Trockencontainer veröffentlicht. Gemeint ist das geometrische Innenvolumen des leeren Containers; mit Kartons lässt es sich nie ganz ausnutzen. Die Norm ISO 668 legt Außenmaße und Mindest-Innenmaße fest, Volumenangaben in m³ enthält sie nicht. Alle Innenmaße im Überblick stehen unter Containermaße, wie viel Ladung tatsächlich hineinpasst, unter cbm pro Container.

Kopfrechnen: Werte schnell plausibilisieren

Am Telefon oder in der Lagerhalle reicht oft eine Überschlagsrechnung, die auf 1 % genau ist.

  • m³ in ft³: mit 35 multiplizieren und 1 % aufschlagen. 35 × 1,01 = 35,35 liegt nur etwa 0,1 % über dem genauen Faktor. Aus 12 m³ werden so 420 + 1 % ≈ 424 ft³ (genau 423,8).
  • ft³ in m³: sich merken, dass 100 ft³ rund 2,83 m³ sind. 750 ft³ sind dann etwa 7,5 × 2,83 ≈ 21,2 m³ (genau 21,24).
  • Containergrenzen: Ein 20-Fuß-Container fasst rund 1.170 ft³, ein 40-Fuß-Container rund 2.390 ft³, ein 40-Fuß-High-Cube rund 2.700 ft³. Ergibt die Umrechnung für eine Containerladung mehr, stimmt entweder die Rechnung oder die Packliste nicht.

Faustregel: Kopfrechnen dient nur dazu, Fehler zu finden. In Angebot, Rechnung, Zollanmeldung und Dichteangabe gehört der Faktor 35,315.

Zollmaße direkt in Kubikfuß umrechnen

Liegen die Maße in Zoll (inch, in) vor, braucht man den Umweg über Meter nicht. Länge × Breite × Höhe in Zoll ergibt Kubikzoll (in³). Ein Kubikfuß hat 12³ = 1.728 in³:

ft³ = Länge × Breite × Höhe (in) ÷ 1.728

Eine Palettenladung mit 48 × 40 × 60 in hat 115.200 in³. Geteilt durch 1.728 sind das 66,67 ft³ oder 1,89 m³.

Im US-LTL-Verkehr ist dieser Wert die Grundlage für die Dichte: Gewicht in lb geteilt durch ft³ ergibt lb/ft³. Nach der Dichte richtet sich die Frachtklasse (freight class), in die der Frachtführer die Sendung nach der NMFC (National Motor Freight Classification) einstuft. Wie die Dichte im Einzelnen ermittelt wird, erklärt der Leitfaden Frachtdichte berechnen.

Welche Einheit gilt wo?

Welche Einheit gilt, hängt vom Dokument und vom Tarif ab, nicht von der Ware.

VorgangEinheit
Seefracht: Angebot, Packliste, Bill of Ladingm³
LCL-Tarif (W/M, Frachttonne)m³
US-LTL: Frachtklasse (freight class) und NMFC-Dichteft³ (als lb/ft³)
US-Lager: Lagergeldft³ (bei manchen Lagern)
Luftfracht: Volumengewichtcm³ ÷ 6.000 – weder m³ noch ft³

Die Luftfracht fällt aus diesem Schema heraus. Nach der Regel der IATA wird das Volumen in Kubikzentimetern durch 6.000 geteilt; das Ergebnis in kg ist das Volumengewicht, aus dem sich das frachtpflichtige Gewicht (Chargeable Weight) ergibt. Aus derselben cm³-Summe lassen sich m³ und ft³ mit je einem Rechenschritt ableiten. Bei Angeboten mit Luftfracht- oder Express-Anteil bleibt man deshalb auf diesen Strecken metrisch und rechnet nur für die Strecke innerhalb der USA in ft³.

Der cbm-Rechner gibt das Gesamtvolumen in m³ aus und nennt dazu den Wert in ft³. Für einzelne Positionen weist er kein Volumen aus.

Typische Fehler bei der Umrechnung

Mit 35 statt 35,315 gerechnet. Der glatte Faktor liefert rund 0,9 % zu wenig Kubikfuß. Für den Überschlag ist das unerheblich, für die US-LTL-Einstufung nicht: Weniger ft³ bedeutet eine höhere Dichte. Liegt die tatsächliche Dichte knapp unter einer Grenze der Dichteskala, wird die Sendung dann eine Frachtklasse zu niedrig angemeldet. Misst und wiegt der Frachtführer nach (im US-Jargon Weigh and Inspect, W&I), folgt die Umklassifizierung und mit ihr eine Nachberechnung.

Den Faktor in die falsche Richtung angewendet. Der Wert in ft³ ist immer etwa 35-mal so groß wie der Wert in m³. Ist die Zahl nach der Umrechnung von m³ in ft³ kleiner geworden, wurde geteilt statt multipliziert.

Pro Karton gerundet und dann hochgerechnet. Ein Karton hat 0,099 m³. Wer auf 0,10 m³ rundet und mit 250 Kartons multipliziert, kommt auf 25,0 m³. Tatsächlich sind es 24,75 m³ – eine Differenz von 0,25 m³ oder rund 8,8 ft³. Daher zuerst die Summe bilden und nur diese einmal umrechnen.

Measurement Ton mit Kubikfuß oder Tonne verwechselt. Einige ältere Tarife und Hafentarife rechnen noch mit der Measurement Ton (Freight Ton), einer Frachttonne nach Raummaß: in den USA 40 ft³ (rund 1,133 m³), in Großbritannien 42 ft³. Sie ist weder eine metrische Tonne noch ein Kubikfuß. Wer einen Preis „pro Ton“ als Preis pro ft³ liest, liegt um den Faktor 40 daneben. Verwechselt man sie mit der metrischen Tonne, hängt die Abweichung von der Dichte der Ware ab; einen festen Faktor gibt es dann nicht. Heutige LCL-Tarife rechnen dagegen mit der Frachttonne (W/M): Abgerechnet wird der höhere Wert aus Kubikmetern und Tonnen, wobei 1 m³ als 1.000 kg gilt.

Runden: wann und worauf achten

Zwei Regeln, die leicht verwechselt werden, aber verschiedene Fehler verhindern:

  • Erst summieren, dann umrechnen. Das betrifft die Reihenfolge: Das Volumen aller Positionen wird zuerst addiert und die Summe einmal umgerechnet – nicht jede Position einzeln gerundet und aufaddiert (siehe Beispiel mit 250 Kartons oben).
  • Eingangswert nicht vorab runden. Das betrifft die Nachkommastellen: Der m³-Wert geht mit allen Nachkommastellen in die Multiplikation. Gerundet wird nur das Ergebnis in ft³.

Steht auf einer US-Rechnung ein CFT-Wert, sollte man prüfen, ob er pro Stück oder für die gesamte Sendung gilt. Was ein Kubikmeter genau ist und wie man ihn misst, beschreibt der Leitfaden Was ist cbm?

Beispiel: eine Sendung, drei Rechnungen

Nehmen wir an, 250 Kartons gehen von Ningbo nach Long Beach. Jeder Karton misst 55 × 45 × 40 cm und wiegt 12 kg.

  • Volumen pro Karton: 0,099 m³
  • Gesamtvolumen: 24,75 m³
  • Gesamtgewicht: 3.000 kg

Seefracht: Reederei und Spedition rechnen mit 24,75 m³.

Einlagerung in den USA: Das Lager rechnet in ft³. 24,75 × 35,315 = 874,0 ft³. Bei einem angenommenen Lagergeld von 0,50 USD pro ft³ und Monat kostet die Lagerung rund 437 USD im Monat.

US-LTL-Nachlauf: 3.000 kg sind rund 6.614 lb. 6.614 ÷ 874 ergibt etwa 7,6 lb/ft³. Damit liegt die Sendung in der Spanne 6 bis unter 8 lb/ft³ und fällt nach der seit 19.07.2025 geltenden Dichteskala (NMFC Docket 2025-1) in die Frachtklasse 125. Die Klassen im Einzelnen zeigt die Freight-Class-Tabelle.

Dasselbe physische Volumen erscheint so auf drei Rechnungen in drei Einheiten: m³ in der Seefracht, ft³ im Lager, lb/ft³ im LTL-Verkehr. Am sichersten ist es, die Umrechnung einmal auf Basis der Summe vorzunehmen und beide Werte nebeneinander festzuhalten.

In diesem Beispiel wird die Dichte aus Gesamtgewicht und Gesamtvolumen berechnet. Nach NMFC ist das die Ausnahme für Frachtpapiere, die nur das Gesamtgewicht nennen; grundsätzlich wird die Dichte je Ladeeinheit ermittelt. Die Sendung lässt sich im cbm-Rechner mit den Beispieldaten nachrechnen. Der Rechner zeigt das Volumen auf eine Nachkommastelle gerundet als 24,8 m³, dazu 874,0 ft³.

Wie viele Kubikfuß hat ein Kubikmeter?

1 Kubikmeter (cbm, m³) entspricht 35,3147 Kubikfuß (cubic feet, ft³), in der Praxis gerundet 35,315. Umgekehrt ist 1 ft³ = 0,0283168 m³. Ein Volumen von 2,4 m³ ergibt also 2,4 × 35,315 = 84,76 ft³.

Wie rechnet man Kubikfuß (CFT) in Kubikmeter um?

Man teilt die Kubikfuß durch 35,315: m³ = ft³ ÷ 35,315. Aus 500 ft³ werden so 500 ÷ 35,315 = 14,16 m³, aus 120 ft³ werden 3,40 m³.

Warum rechnet die Seefracht in Kubikmetern, US-Frachtführer aber in Kubikfuß?

Internationale Seefrachtdokumente wie Angebot, Packliste und Bill of Lading sind metrisch, auch LCL-Tarife nach W/M rechnen in m³. Lkw-Transport und Lagerung innerhalb der USA rechnen dagegen im angloamerikanischen Maßsystem: Die Dichte für die US-LTL-Einstufung wird in lb/ft³ ermittelt. Eine Sendung, die in die USA geht, braucht deshalb beide Einheiten.

Wie viele Kubikfuß hat ein 40-Fuß-Container?

Ein 40-Fuß-Standardcontainer hat laut Hapag-Lloyd 67,7 m³ Innenvolumen, das sind 2.390 ft³. Der 40-Fuß-High-Cube kommt auf 76,3 m³ bzw. 2.694 ft³, der 20-Fuß-Container auf 33,2 m³ bzw. 1.172 ft³. Das sind Nennwerte des leeren Containers; mit Kartons lässt sich dieses Volumen nicht vollständig nutzen.

Was ist eine Measurement Ton (Freight Ton)?

Die Measurement Ton ist eine ältere Frachttonne nach Raummaß: in den USA 40 ft³ (rund 1,133 m³), in Großbritannien 42 ft³. Sie ist weder eine metrische Tonne noch ein Kubikfuß. Heutige LCL-Tarife rechnen dagegen mit der Frachttonne (W/M), also dem höheren Wert aus Kubikmetern und Tonnen (1 m³ entspricht 1.000 kg). Die Measurement Ton findet sich noch in einzelnen älteren Tarifen und Hafentarifen.

Wie groß ist ein Kubikfuß im Vergleich zu einem Kubikmeter?

Ein Kubikfuß ist ein Würfel mit 30,48 cm Kantenlänge, denn 1 ft = 30,48 cm. In einen Kubikmeter passen gut 35 solcher Würfel, genau 35,3147.

Wie berechnet man Kubikfuß direkt aus Zollmaßen?

Länge × Breite × Höhe in Zoll ergibt Kubikzoll (in³); geteilt durch 1.728 ergibt das Kubikfuß, denn 1 ft³ = 12³ = 1.728 in³. Beispiel: 48 × 40 × 60 in = 115.200 in³ ÷ 1.728 = 66,67 ft³ = 1,89 m³.

Quellen

Zuletzt geprüft: